13.04.2010

FEM und ESTA geben Warnung aus

Wind bei Kraneinsätzen für die Windkraft – was wie ein schlechter Kalauer klingt, hat einen durchaus ernsten Hintergrund. Die Verbände ESTA und FEM haben deshalb nun eine Warnung ausgegeben. In der heißt es:

„Wir haben mitgeteilt bekommen, dass Windböen während Hubvorgängen auf Lasten eingewirkt und so eine Reihe gravierender Unfälle in der Windkraftbranche verursacht haben. Daher möchten wir darauf verweisen, dass Windeinflüsse während des Kranbetriebs, wie sie im Detail in den Lastdiagrammen und den Handbüchern der Mobilkranhersteller festgehalten sind, unbedingt beachtet werden müssen, um Unfälle zu verhindern.

Insbesondere beim Heben von relativ kleinen Lasten, aber mit großer Angriffsfläche hat die Windlast beträchtlichen Einfluss auf die Tragfähigkeit des Krans. Die tatsächliche Angriffsfläche der Last, die berücksichtigt werden muss, ist das Ergebnis der hochgerechneten Fläche multipliziert mit dem cw-Wert.“

Das Gremium weist darauf hin, dass Windangriffsfläche und cw-Wert allen an der Planung Beteiligten bekannt sein müssen. Zusätzlich ist es zwingend erforderlich, von offizieller Stelle Informationen zu den Wind- und Wetterbedingungen einzuholen. Wer dies nicht beachte, riskiere ein Versagen von Komponenten und/oder ein Umstürzen des Krans, schreiben ESTA und FEM in ihrer Mitteilung. Dies kann lebensgefährlich sein.

ESTA ist der Verband, in dem Europas Mobilkran- und Schwerlast-Dienstleister versammelt sind. Die FEM (Fédération Européenne de la Manutention) stellt die Vertretung von Herstellern in der Hebeindustrie dar, also von Kranen und Hebezeugen.

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