03.02.2010

Schwindelerregend

Derzeit wird in Zürich der Prime Tower errichtet. Mit 126 Metern will der Turm hoch hinaus und dem Messeturm Basel den Rang als landesweit höchstes Gebäude ablaufen. Am 19. November 2009 wurde der Grundstein für den Prime Tower gelegt. Bereits im Juli 2010 soll das 36. und somit letzte Stockwerk errichtet werden.

Möglich macht das Technik von Wolffkran. Inmitten der Zürcher City errichtet ein Rudel von vier Wolff-Kranen den imposantesten Wolkenkratzer der Schweiz. Im Einsatz sind jeweils ein Wolff des Typs 5520, 6522, 6023 und 6531.

Der höchste Kran erreicht am Ende eine maximale Höhe von über 150 Metern

Gebaut wird auf dem Areal der ehemaligen Maag-Zahnradfabrik mitten in der Züricher City. Bürogebäude, Grünflächen und ein engmaschiges Straßenverkehrsnetz grenzen den Bewegungsspielraum der Baugeräte sowohl am Boden, als auch in der Luft stark ein. An einem so zentralen, öffentlichen Platz ziehen tagtäglich tausende Passanten vorbei. Neben der Genauigkeit ist da die Sicherheit oberste Maxime.

Die vier Krane sind mit 75-kW-Hubwinden ausgestattet und erreichen eine Hubgeschwindigkeit von 230 Metern pro Minute. „In der letzten Bauphase wird das Material über 100 Meter hochgezogen“, schildert Markus Senn, Geschäftsführer der Wolffkran Schweiz AG, eine der großen Herausforderungen.

Um alle 36 Etagen hochzuziehen, werden der 6023 und der 6531 geklettert. „Dabei wird der Kran unterhalb des Drehteils vom Turm gelöst. In diesem Moment wird der Kran von einem speziellen Kletterstuhl gehalten und das gesamte Gewicht von 42,5 Tonnen hydraulisch in die Höhe gestoßen“, erläutert Markus Senn das anspruchsvolle Verfahren. „Dann wird ein Turmelement von 4,5 Metern Höhe in den so entstandenen Zwischenraum geschoben, darauf das Drehteil wieder abgesenkt und die Elemente werden neu verbolzt.“

Auf dem Areal der ehemaligen Maag-Zahnradfabrik mitten in der Zürcher City wird gebaut

Der Wolff 6531 erreicht auf diese Art zusätzlich zu seinen konventionellen 70 Metern Höhe eine maximale Höhe von 153,2 Metern. Hierbei darf kein Fehler unterlaufen. „Der Kran muss genau in Balance stehen“, sagt Senn. „Auch das Wetter muss mitspielen. Voraussetzung für dieses Verfahren sind niedere Windgeschwindigkeiten.“

Die minutiöse Planung für den Auf- und Abbau führte Wolffkran gemeinsam mit Spezialisten des Partnerunternehmens, der Marti AG durch.

Wie lange der Prime Tower nach seiner geplanten Fertigstellung im Frühjahr 2011 schweizweiter Spitzenreiter bei der Gebäudehöhe ist, sei mal dahingestellt. Der Pharmariese Roche plant schon ein neues Hochhaus in Basel. Höhe: 175 Meter, rund 50 Meter über dem Prime Tower.

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