23.12.2009

Haftstrafe für Ex-Liebherr-Manager

Ein ehemaliger Prokurist von Liebherr Nenzing ist nun vom Landesgericht Feldkirch in Österreich zu einer dreieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der 43-Jährige soll 830.000 Euro veruntreut haben. Dem Gericht zufolge konnte der Angeklagte nicht plausibel erklären, warum das Geld auf seinem Konto gelandet ist.

Zudem muss der Angeklagte fast die komplette Summe an Liebherr zurückzahlen, urteilten die Richter, und zwar 776.000 Euro. Als mutmaßlicher Komplize gilt der Finanzleiter der Liebherr-Niederlassung im englischen Sunderland. An ihn soll die Hälfte des Geldes geflossen sein, das der jetzt Verurteilte auf sein Privatkonto umgebucht hatte.

Auf die Schliche gekommen war das Unternehmen den Beiden aufgrund einer internen Revision (Vertikal.Net berichtete: Festnahme wegen Verdachts auf Untreue ). Anfangs war die Staatsanwaltschaft lediglich von einer fünfstelligen Schadenssumme ausgegangen, während firmenintern bereits höhere Zahlen kursierten. Im schlimmsten Fall hätten dem 43-Jährigen zehn Jahre Haft gedroht.

Das ist auch der Grund, warum die Staatsanwaltschaft umgehend Berufung angekündigt hat: Sie findet das Strafmaß zu gering. Ebenso will der Anwalt des Angeklagten in Berufung gehen. Das Urteil ist damit noch nicht rechtskräftig.

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