24.04.2019

Kein Schuss in den Ofen

Ein ganz besonderes Projekt für die Firmengruppe Markewitsch: In Karlstadt setzte das fränkische Unternehmen drei Großkrane ein, um einen 185 Tonnen schweren Drehrohrofenabschnitt – einen so genannten „Ofenschuss“ – aus- und dessen Nachfolger einzusetzen.
Eng ging es auf der Baustelle zu

Der 90 Meter lange und 1000 Tonnen schwere Drehrohrofen ist im Zementwerk Schwenk Mittelpunkt der Produktion. In ihm wird bei rund 1.450 Grad Celsius aus Kalksteinmehl Zementklinker gebrannt, daraus dann Zement gemahlen. Der jahrzehntelange Dauerbetrieb machte nun den Austausch eines Teils der Ofenröhre nötig. Die Schwenk Zement KG beauftragte die Firma Hoffmeier Industrieanlagen aus Hamm mit dem Austausch der riesigen Ofenröhre; diese wiederum engagierte die fränkische Markewitsch.

Auf 185 Tonnen hat es der Ofenschuss gebracht; Bilder: Markewitsch

Das Projekt sah vor, die angelieferte neue Röhre von einem Binnenschiff auf ein Trägergestell an Land zu hieven. Zwei Markewitsch-Krane, ein 400- und ein 500-Tonner, wurden dafür eingesetzt. Vor allem das größere Rohrsegment mit 31 Metern Länge, 5,60 Meter Durchmesser und rund 185 Tonnen war eine echte Herausforderung. Ein halber Kilometer Fahrstrecke musste dann von der Schifflände zum Werksgelände zurückgelegt werden. Dafür bediente man sich eines SPMT, das vom Partner „Multilift“ zur Verfügung gestellt wurde. In der Zwischenzeit hatte ein Tieflader den früheren Ofen mit den je rund 90 Tonnen schweren Teilsegmenten abtransportiert und so Platz für den „Neuen“ geschaffen. An Ort und Stelle konnten die beiden Krane dann den neuen Ofenschuss vom Transportmodul heben und an neuer Wirkungsstätte platzieren. Dabei musste der 400-Tonner beengt unter einer Brücke stehen, die währenddessen von einem 130-Tonner stabil gehalten wurde.

Die Kranarbeiten zogen sich über zwei Wochen hin, dabei konnte die enge Zeittaktung der Auftraggeber sogar um einen Tag unterboten werden.

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