18.03.2019

Eröffnung mit juristischen Hindernissen

Der chinesische Baumaschinenhersteller LGMG hat im vergangenen Monat eine neue nordamerikanische Tochtergesellschaft für seinen Geschäftsbereich Arbeitsbühnen eröffnet.

Das neue Unternehmen LGMG North America mit Sitz in Chambersburg, Pennsylvania, wurde mit Unterstützung des ehemaligen JLG-Präsidenten Craig Paylor gegründet, der auch Inhaber des IMT/Jerr Dan-Händlers National Truck Body Solutions in Greencastle, Pennsylvania, ist.
Der Firmensitz von LGMG Nordamerika

Unterstützt wird Paylor dabei von Rusty Kaylor, einem Urgestein der Bühnenbranche, der sich als Direktor des neuen Betriebs geführt wird, während Dan Bishop von National Truck Body Solutions Leiter Operations ist. Das vierte Mitglied des Teams ist Finanzdirektor Sean Goa.

Das Unternehmen hat nach unserem Kenntnisstand mehrere hundert LGMG Scherenarbeitsbühnen importiert, die zur sofortigen Auslieferung nach der Eröffnung bereitstehen. Es hatte seinen ersten öffentlichen Auftritt auf der jüngsten ARA/The Rental Show in Anaheim, Kalifornien. Außerdem wurde ein Lager- und Servicestandort in Ducktown, Tennessee – östlich von Chattanooga – eröffnet.
Der Stand von LGMG North America auf der ARA Show

Der Eintritt des Unternehmens in den nordamerikanischen Markt veranlasste den US-Konzern JLG dazu, eine zwei Millionen Dollar schwere Klage wegen Verletzung von Markenrechten gegen LGMG, dessen neue nordamerikanische Abteilung und Mitarbeiter einzureichen. Die Klage, die am 1. Februar eingereicht wurde, bezieht sich auf das Farbschema des chinesischen Herstellers – wegen der Verwendung der berühmten JLG-Kombination aus orange und cremefarben.
Scherenbühnen von LGMG mit den alten „JLG-Farben“ zu Beginn dieses Jahres

Ein Richter erließ eine einstweilige Verfügung, die es LGMG untersagt, Maschinen mit dem Farbschema von JLG zu verkaufen. LGMG änderte jedoch sofort seine Farben auf einen einzigen neuen Farbton: ein dunkles Orange.
Das neue Farbschema von LGMG auf der ARA/Rental Show im Februar

Der Antrag, der eigentlich Ende Februar auslaufen sollte, wurde jedoch bis Ende März verlängert, um den Beklagten Zeit zu geben, sich umfassend zu äußern.


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