26.11.2018

Grand Opening in Karlsruhe

Zug um Zug zum Umzug: Bekanntlich siedeln die Platformers‘ Days von Osthessen nach Nordbaden um. Auch wenn die erste Ausgabe am neuen Austragungsort erst im September 2020 ansteht, hat das Organisationsteam, bestehend aus dem bisherigen Mitveranstalter Oliwer Sven Dahms und Olivia Kollmer von der Messe Karlsruhe, 665 Tage vorab zur Besichtigung der neuen Räumlichkeiten eingeladen.
Messechefin Britta Wirtz, Veranstalter Oliwer Sven Dahms und Projektleiterin Olivia Kollmer (v.l.)

Das hochmoderne, 2003 errichtete Messegelände liegt an der vielbefahrenen B 36 und – je nach Route – zwischen sieben und zehn Kilometer vom Karlsruher Hauptbahnhof entfernt, was bei normaler Verkehrslage einer Viertelstunde Fahrt mit Auto oder Taxi entspricht. Statt in der Kuppenrhön machen wir es uns im Badischen schön, so könnte das neue Motto der „neuen“ Platformers’ lauten. Was als beschauliche Veranstaltung in der abgeschiedenen Region des ehemaligen Zonenrandgebiets begonnen hat, zieht nun um in eine Stadt mit über 300.000 Einwohnern. Am bisherigen Standort ist das deutsche Bühnenevent immer wieder an seine Grenzen gestoßen.
Licht, transparent und großräumig gibt sich die Architektur im Eingangsbereich

Dahms erläuterte die Gründe für den Standortwechsel und stellte zusammen mit seiner neuen Sozia zwei Aufplanungsvarianten vor. Zu den Vorteilen zähle nun, so Dahms, dass große Aussteller wie JLG oder Genie jetzt größere zusammenliegende Flächen buchen können – und nicht wie zuletzt in Hohenroda getrennte Areale bespielen müssen. Zudem sei mehr tragfähige Fläche vorhanden. „Karlsruhe hat uns das beste Angebot geliefert, um unser Konzept zu transferieren“, so der Inhaber der Firma Vertikal Events. Beide Aufplanungsvarianten (Aktionshalle oder Halle 1) bildeten die Ausstellungshalle in Hohenroda ab, erläutert Projektleiterin Olivia Kollmer vor rund 50 Interessierten.
Besichtigung des Außengeländes mit einer sichtlich gut gelaunten Olivia Kollmer (l.)

Entgegen der ursprünglichen Planungen soll die Veranstaltung nun doch eine Geburtstagsfeier zum 20. Jubiläum bekommen: Im Rahmen der Doppelmesse Tiefbau Live und Recycling Aktiv soll auf einer „Sonderausstellungsfläche Platformers‘ Days“ am 5. September 2019 darauf angestoßen werden.

Ergänzend zum Cateringbereich für 500 Personen (analog Hohenroda) sollen bei der Neuauflage 2020 noch „Kaffeecorner oder Netzwerklounges“ eingerichtet werden. Nicht nur der Ort, auch die Sprache hat sich verändert. Und die Preise? Könne man noch nicht genau sagen, heißt es seitens der Messe, man werde eine ähnliche Preisgestaltung wie in Hohenroda haben. Für alle Aussteller wird es künftig keine Laufwege, sondern Fahrwege zwischen Messeareal und Hotel geben, eventuell mit Shuttlebussen. Die nahen Hotels mit umfangreicher Kapazität sind mindestens vier, fünf Kilometer entfernt.

Ob im Gegenzug der Charakter von Hohenroda den Weg auch ins Badische finden wird, war eine der Fragen, die etliche der Aussteller vor Ort in Erfahrung bringen wollten. Zu den Veränderungen meint unter anderem Klaus-Dieter Rösler, Geschäftsführer von Rösler Software: „Es wird zu einer Messe mit viel mehr Ausstellern. Die Messe wird anders.“
Anderes Setting – verglichen mit der Hessenhalle

Bezüglich des Charakters der Veranstaltung sprechen andere von einer Professionalisierung, sehen es aber positiv. „Ich habe Vertrauen in Oliwer Dahms“, meint denn auch Alain Dutreuil, Exportmanager von ATN. Häufig gehörte Antworten waren „anders“, „ganz anders“ und „Es musste etwas getan werden.“ Andere Befragte unter den Ausstellern wollen das Ganze erst einmal auf sich wirken lassen, Rücksprache halten und sich dann äußern. Manche sehen den Norden Deutschlands – Bremen, Hamburg, Berlin – nun etwas abgehängt, wenn es um den Besuch der Messe geht.

Nach dem Sammeln von Rückmeldungen will die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK) mit Dahms noch bis zum Jahresende am Konzept feintunen. Die Preisgestaltung soll ab 1. Februar 2019 veröffentlicht werden.
Rund um die Halle 1 könnten laut Plan die Stände im Freien angeordnet werden


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