17.05.2018

Tadanos neuer ATF 60G-3

Er ist da: Der deutsch-japanische Hersteller bringt seinen neuen 60-Tonner ATF 60G-3 so auf den Punkt: „Stark. Lang. Leicht.“ Gemeint sind: ein starker Teleskopzylinder, ein langer Hauptausleger und ein leichter Kran, der auch mit zehn Tonnen Achslast konfiguriert werden kann.

Zwei Jahre nach der Erstvorstellung kommt die Neuheit nun auf den Markt. Den Startschuss hierfür markierte die Intermat im April, auf der Tadano mit neu gebildeter französischer Mannschaft vertreten war (siehe auch Vertikal.Net vom 16. April 2016: Tadano France gegründet).
Tadanos neuer ATF60 G-3

Mit seinem 48 Meter langen Hauptausleger erreicht der ATF 60G-3 eine Rollenhöhe von bis zu 51 Metern – laut Tadano ein Plus von 5,5 Metern gegenüber anderen 60-Tonnern – und einen Radius von bis zu 44 Metern, sechs Meter mehr als vergleichbare Wettbewerber. Auslegerverlängerungen zwischen 1,70 und 7,40 Meter Länge werden angeboten. Auch die Traglasten können sich sehen lassen. Ein Vergleich der maximalen Traglasten pro Radius bei variabler Hauptausleger- bzw. Spitzenlänge zeigt dem Hersteller zufolge, dass der ATF 60G-3 bis zu 46 Prozent mehr am Hauptausleger und bis zu 62 Prozent mehr an der langen Spitze hebt als andere Mitspieler im 60-Tonnen-Segment.

An den ATF 60G-3 ging Tadano mit dem Anspruch heran, „Kranentwicklung konsequent neu zu denken und bestehende Konzepte in Frage zu stellen“. Neben dem klassischen Einsatzspektrum eines zeitgemäßen 60-Tonners kennt der 3-Achs-Kran auch eine Konfiguration mit zehn Tonnen Achslast. Dafür mussten die Konstrukteure natürlich die Gewichtsverteilung optimieren. Bei den Punkten Achsanordnung und Platzierung des Motors mussten sie umdenken.

So verfügt der der neue Tadano im Gegensatz zu anderen 60-Tonnern über zwei Vorderachsen und eine Hinterachse. Zudem werden Unter- und Oberwagen von einem Heckmotor angetrieben, der hinten am Oberwagen verbaut ist. Auf diese Weise wird das Gewicht des starken und damit kopflastigen Hauptauslegers besser auf die Achsen verteilt und zugleich Gewicht nach hinten verlagert.
Der Kran kann auch mit zehn Tonnen Achslast konfiguriert werden

Marketingleiter Uwe Renk erklärt: „Aufgrund sich rasant verschärfender gesetzlicher Achslastvorschriften in immer mehr Ländern sowie einer zunehmend maroden Straßeninfrastruktur war eine sinnvolle Zehn-Tonnen-Achslast-Konfiguration für uns gesetzt – auch wenn dies deutlich mehr Entwicklungszeit und -aufwand bedeutete. Darüber hinaus erhalten Kranbetreiber Fahrgenehmigungen deutlich leichter, schneller und für längere Zeiträume.“ So konfiguriert, nimmt der Kran eine 20-Tonnen-Hakenflasche mit, sodass er bis zu 17,1 Tonnen heben kann. Daneben wurde der Kran auch für die Achslasten 12 Tonnen, 13 Tonnen und 16,5 Tonnen optimiert.

Dank seines 9,5 Meter kurzen Grundauslegers empfiehlt sich der Kran für Inneneinsätze mit niedrigen Raumhöhen wie etwa in Hallen oder Raffinerien. Neu ist auch die asymmetrische Abstützbasis. Hat die AML-Kransteuerung früher die Traglasten noch pro Kranseite berechnet und freigegeben (wobei aus Sicherheitsgründen der jeweils kürzere Abstützträger für die maximale Traglast maßgeblich war), so führt sie dies heute für jeden einzelnen Abstützträger separat durch. So werden die Traglasten insgesamt klar gesteigert.


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