15.02.2018

Polizei fahndet nach Kranführer

Unfallflucht: Nachdem er seinen Autokran am Mittwochmorgen in München-Ismaning ins Bankett gesetzt hatte, hat sich der Kranfahrer schnell aus dem Staub gemacht. Auf welche Art und aus welchem Grund er dies tat, war zunächst nicht bekannt. Einer wäre, dass der Mann mit dem Fahrzeug zwei Bäume gestreift hat, woraufhin der Öltank gerissen ist. Der Kranfahrer ließ das havarierte Gefährt einfach stehen und verständigte auch nicht die Rettungskräfte, sondern verkrümelte sich. Wohl per Taxi. Der komplette Tank lief aus, das sind immerhin 600 Liter Öl.

Die Polizei spricht von einem „sehr großen Schaden“ und vermutet als Fluchtursache Trunkenheit am Steuer. Sie hatte zunächst eine Großfahndung eingeleitet, konnte dann aber über den Arbeitgeber den Flüchtigen ermitteln. Doch selbst dieser machte es den Ordnungshütern schwer: Zwei Mitarbeiter der Kranfirma, ein 45-jähriger Kraftfahrer und ein 54-jähriger Disponent, haben zunächst angegeben, sie würden den Kranführer nicht kennen. Ihren Kollegen. Sehr glaubhaft fand die Polizei das nicht, weswegen sie jeweils Anzeige wegen Strafvereitelung erstattet hat.

Um das ausgelaufene Öl zu entfernen, musste eine Spezialfirma den Boden auf etwa 200 Metern Länge abtragen. Das dauerte bis zum Abend. Bei dem flüchtigen Kranfahrer handelt es sich um einen 36-jährigen Mann aus dem Landkreis München.

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