02.10.2017

Eine Handvoll Sennebogen

Sennebogen hat bei den Feierlichkeiten zum 65. Firmenjubiläum eine ganze Reihe von Neuheiten am Stammsitz in Straubing aufgefahren. Insgesamt ließ der Hersteller zehn neue Produkte vom Stapel, darunter vier Krane und einen Seilbagger. So wurden die beiden Teleskopraupenkrane 613E und 633E enthüllt mit Traglasten von 16 bzw. 30 Tonnen, ein 50-Tonnen-Raupenkran mit der Bezzeichnung 1100E, ein 70-Tonnen-Seilbagger 670E sowie der 643E als Mobilversion, also auf Rädern statt auf Ketten.

Der 613E, die kleinste Teleskopraupe des bayrischen Herstellers, ist nur 2,53 Meter breit und bietet einen 18,8 Meter langen Hauptausleger und einen anklappbaren 5-Meter-Spitzenausleger. Angetrieben wird der Kran, der mit der neuen Multicab-Krankabine ausgestatet ist, von einem 92-kW-Dieselmotor der Abgasstufe Tier 4f.
Sennebogen-Raupenkran 613

Tonnagetechnisch eine Stufe höher angesiedelt ist der 633E, der die Lücke in der E-Serie zwischen dem 613 und 643 füllt. Er punktet mit 25,2 Meter langem dreiteiligen Ausleger plus Spitzenausleger zwischen 6,5 und 13 Metern Länge, sodass er eine maximale Hakenhöhe von 38 Metern ermöglicht. Er misst drei Meter in der Breite bei 10,60 Meter Länge und wird ebenfalls von einem Tier IVf oder Tier IIIa entsprechendem Cummins-Dieselmotor angetrieben.

Mit dem 1100E hat Sennebogen nun einen kleinen Gittermastkran im Portfolio mit 50 Tonnen Traglast, 52,3 Meter langem Hauptausleger, drei Meter Gesamtbreite und Arbeiten bis drei Grad Neigung. Verfahren kann der neue Kran mit maximal 90 Prozent der maximalen Traglast, sprich 45 Tonnen.
Und der 633er Raupenkran

Mit dem 670E hat der Hersteller einen neuen Seilbagger mit knapp 57 Meter langem Ausleger aufgefahren, der mit zwei 16- oder 20-Tonnen-Winden ausgerüstet ist. Drei Motorenoptionen gibt es ebenso wie die optional erhältliche Maxcab-Kabine, die sich um 15 Grad abwinkeln oder um 2,70 Meter hochfahren lässt.
Der Raupenkran 1100

Auch neu bzw. überarbeitet ist der 40 Tonnen starke 643E in der nun vorgestellten Version: Sennebogen hat Teleskopkran neu aufgelegt in der E-Serie als Mobilvariante und mit Raupenfahrwerk. Auch unter Volllast lässt sich die Maschine verfahren. Arbeiten bis vier Grad Schrägstellung sind möglich. Das teleskopierbare Raupenlaufwerk ist drei Meter breit und kann im Einsatz bis auf 4,50 Meter Breite ausgezogen werden.
Sennebogen-Seilbagger 670

Grund zum Feiern gab es reichlich: 1952 legte Firmengründer Erich Sennebogen sen. mit Herzblut den Grundstein für ein Unternehmen, das im Lauf der Jahrzehnte imposant gewachsen ist. In diesem und im vergangenen Jahr hat Sennebogen sein Werk in Straubing-Hafen um 35.000 Quadratmeter erweitert, darunter Fertigungs- und Lagerflächen sowie eine Produktionshalle mit 6.700 Quadratmetern Fläche. Die neuen Produktionsflächen wurden zum 65-jährigen Jubiläum offiziell eingeweiht.
Blick in die Montagehalle

Der Maschinenversand wurde neu strukturiert, Lagerflächen erweitert und Versandabläufe optimiert. LKWs fahren nun zur Verladung direkt unter dem eigens dafür entwickelten Sennebogen 5500 Portal-Raupenkran hindurch. Dieser deckt mit dem verfahrbaren Portal eine Lagerfläche von 10.000 Quadratmetern ab. Bauteile bis 35 Meter Länge bekommen in der neuen Großlackierkabine ihren Schutzlack, und mit großen Flächen für Finish und kundenspezifische Anpassungen (Customizing) wurde in den neuen Hallen Platz geschaffen, um für weiteres Wachstum gerade im Bereich der Großmaschinen gut aufgestellt zu sein, heißt es aus Niederbayern.
Sennebogens neuer All-Terrain-Kran 643

Sennebogen heute, das heißt auch: 1.400 Mitarbeiter weltweit an drei Standorten in Bayern, dazu eine Produktion in Ungarn und Niederlassungen in den USA und Singapur.

Geschäftsführer Erich Sennebogen erklärt: „In den letzten 65 Jahren hat sich Vieles verändert. Nicht nur die Maschinen wurden immer größer. Unser Portfolio wächst stetig, und wir müssen zukünftige Entwicklungen bereits heute im Blick haben. Gleichzeitig verändern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Unsere Märkte im Materialumschlag und Kranbereich haben sich gewandelt. Die Geschäftsfelder sind vielfältiger geworden, und die Anforderungen unserer Kunden an Qualitätsprodukte steigen stetig. Wir beliefern in globalisierten Märkten heute Kunden in über hundert Ländern auf allen Kontinenten. Um im Wettbewerb voraus zu bleiben, investieren wir jedes Jahr in unser Sortiment und unsere Standorte, modernisieren und erweitern.“
Sennebogen-Werk Straubing

„Unsere Kunden staunen über die dynamische Entwicklung unseres Unternehmens, und wir sind uns sicher, dass sich die Investition in die Erweiterung des Werkes sehr positiv auf die Entwicklung des Unternehmens auswirken wird,“ blickt Geschäftsführer Walter Sennebogen optimistisch in die Zukunft.

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