02.02.2017

Neues Genie-System: Gestatten, Lift Guard!

‚Leibgarde‘ folgt auf OPA: Schon bei seiner Feier zum 50. Jubiläum hatte der US-amerikanische Hersteller angedeutet, dass er in diesem Jahr einiges vorhabe. Am Donnerstag hat Genie ein neues Bedienerschutzkonzept vorgestellt: den Lift Guard (in Anlehnung an Life Guard, zu Deutsch: Leibgarde). Das System, das bei allen Z- und S- Boomlifts von Genie Standard wird, ist in Betrieb, sobald der Fußschalter der Arbeitsbühne aktiviert ist.

Was verbirgt sich dahinter?
Das neue Kontaktalarmsystem verfügt über ein Aktivierungskabel oberhalb des Plattformbedienpults der Bühne. Sobald Zug auf das Kabel ausgeübt wird, wird es unterbrochen und das System springt an. Das bedeutet: Alle Hub- und Fahrfunktionen der Maschine werden unterbrochen. Zusätzlich werden Personen in der Nähe durch einen akustischen Alarm und Warnleuchten darauf aufmerksam gemacht, dass der Bediener möglicherweise Hilfe benötigt.
Genie zeigt sein neues Kontaktalarmsystem namens Lift Guard

Die Systemfunktion ist nur bei betätigtem Fußschalter generell in Betrieb. Hub- und Fahrfunktionen können nach dem Auslösen des Alarms nicht ohne Eingreifen des Bedieners fortgesetzt werden. Die Warnsignale und Funktionseinschränkungen bleiben bestehen, bis das System zurückgesetzt wird; dies geschiegt ganz einfach, indem der Bediener das Kabel wieder einsteckt. Dafür sind also weder ein Neustart des Motors noch eine Betätigung des Not-Aus-Tasters nötig. Falls es die Situation erfordert, kann die Arbeitsbühne vom Boden aus bedient werden.

Marie Engstrom, Produktmanagerin in Redmond, erklärt: „Die Bedienersicherheit hat für Genie höchste Priorität. Mit diesem Ziel haben wir das neue Lift Guard-Kontaktalarmsystem als Teil des neuen zusätzlichen Bediener-Schutzzubehör-Pakets konzipiert. Diese neue Konstruktion unterscheidet sich deutlich vom Vorgängersystem, dem Genie-Bedienerschutzalarm, genannt OPA.“

Das neue System ist ihr zufolge „so gestaltet, dass es vom Boden aus mit seiner gelben Farbgebung gut sichtbar ist. Auf der Plattform selbst ist das System so unauffällig wie möglich, und es ist einfach zu verwenden.“ Außerdem handle es sich um ein robustes, aus einfachen Bauteilen bestehendes System. Wichtig: Zum Konzept gehört auch eine zusätzliche Mobilitätszone zwischen Kabel und Bedienpult, in der sich der Bediener auch nach Aktivierung des Systems frei bewegen kann. „Anders als vergleichbare am Markt verfügbare Vorrichtungen kann das Lift Guard-Alarmsystem das Risiko unbeabsichtigten Kontaktdrucks auf das Bedienpult der Arbeitsbühne reduzieren“, verspricht Engstrom. Das heißt also, Fehlalarme sollen seltener der Fall sein.
Das System kann leicht nachgerüstet werden, und zwar an den S- und Z-Modellen ab Baujahr 2003

Der Lift Guard ist entweder standardmäßig ab Werk installiert oder lässt sich leicht nachrüsten. Mit wenigen Schrauben und elektrischen Steckverbindungen lass sich das Kit in weniger als 30 Minuten nachträglich einbauen, heißt es. Es eignet sich für die Installation an den S-Teleskop- oder Z-Gelenkteleskopbühnen des Herstellers und kann an Geräten ab Herstellungsjahr 2003 nachgerüstet werden. Für folgende Genie-Modelle steht dieses Zubehör derzeit noch nicht zur Verfügung: das Gelenkteleskop Z-33/18, den GR-26J Runabout und die Anhängerbühnen TZ-34 und TZ-50.

Zusätzlich dazu bietet Genie auch weiterhin sein mechanisches Bedienerschutzsystem (früher OPS genannt) in seinem sogenannten Bediener-Schutzzubehör-Paket an. Das 2012 eingeführte OPS kann an Arbeitsbühnen mit 1,83- oder 2,44-Meter-Plattformen installiert werden. Seine Stahlrohrkonstruktion ist so konzipiert, dass sie in bestimmten Situationen die Bewegungsenergie in die umgebende Struktur ableitet und zugleich ein geschützter Bereich für den Schutz des Bedieners beibehalten wird. Die 16 Kilogramm schwere Vorrichtung wird direkt an die Arbeitsplattform montiert. Weitere Umbauten sind nicht erforderlich. Beide Systeme können gemeinsam verwendet werden.

Der Lift Guard wird in Nordamerika ab sofort ausgeliefert und ab dem 2. Quartal 2017 dann weltweit.

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