02.08.2016

Umsatzminus treibt Terex Cranes in rote Zahlen

Terex Cranes hat im ersten Halbjahr 15 Prozent weniger umgesetzt und einen Verlust hinnehmen müssen. 665 Millionen Dollar, umgerechnet 595 Millionen Euro, hat der US-Kranbauer zwischen Januar und Juni 2016 umgesetzt. Das Umsatzminus treibt Terex Cranes in die roten Zahlen: Der operative Verlust beläuft sich auf 29,4 Millionen Dollar (26,3 Millionen Euro). Vor einem Jahr stand hier noch ein Gewinn von knapp 24 Millionen Dollar in den Büchern.

Im 2. Quartal ist der Umsatz um über 16 Prozent auf 357,4 Millionen Dollar (319,7 Millionen Euro) zurückgegangen bei einem Verlust von 12,8 Millionen Dollar (11,5 Millionen Euro). Im 2. Quartal 2015 hatte Terex Cranes einen Gewinn von über 21 Millionen Dollar erzielt. Der Auftragseingang liegt mit einem Volumen von umgerechnet 318 Millionen Euro um gut 30 Prozent niedriger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Terex als Ganzes erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2,41 Milliarden Dollar (2,16 Milliarden Euro) Umsatz, das sind sechs Prozent weniger als vor Jahresfrist. Allerdings hat Terex ja manche Unternehmensteile veräußert. Der Gewinn vor Steuern ging um beinahe 80 Prozent auf 24,4 Millionen Dollar zurück, das sind 21,8 Millionen Euro.

Der neue Konzernchef John Garrison meint: „Unser 2. Quartal bildet ein Unternehmen im Übergangsstadium ab. Durch den laufenden Verkauf unseres Segments Material Handling & Port Solutions (MHPS) sowie von Teilen unseres Baumaschinen-Portfolios haben wir einige strukturelle Veränderungen durchgeführt. Künftig werden wir ein noch stärker fokussiertes Unternehmen sein, das sich um drei Segmente gruppiert: Arbeitsbühnen, Krane und Materialverarbeitung.“

Weiter sagt Garrison: „Wir hatten weiterhin ein schwieriges Marktumfeld im 2. Quartal. Der nordamerikanische Markt war wie erwartet für viele unserer Kran- und Bühnenprodukte niedriger als im Vorjahr, was sich sowohl in den Verkaufszahlen als auch in den Bestellungen im Quartal niederschlägt. Den Verkauf von Arbeitsbühnen haben wir in Europa und auch in Teilen Asiens gesteigert, aber nicht stark genug, um die Schwäche in Nordamerika auszugleichen.“

Zugleich kündigte Garrison indirekt eine Verkleinerung der Belegschaft an, indem er sagte: „Die Maßnahmen, die wir dieses Jahr bereits eingeleitet haben, um die Vertriebs-, Verwaltungs- und sonstigen Gemeinkosten (SG&A) zu senken, haben den durch rückläufige Märkte und Preiskampf entstandenen Effekt zwar abgeschwächt, aber wir müssen mehr unternehmen. Im 2. Quartal haben wir zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um unsere Fertigung weniger komplex zu gestalten und unsere Kostenbasis zu senken. Nach dem Verkauf von MHPS wird Terex ein kleineres Unternehmen sein. Wir setzen uns dafür ein, unsere Kostenstruktur entsprechend anzupassen.

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