28.04.2016

Terex Cranes rutscht weiter ab

Terex Cranes hat zwischen Januar und März 2016 307 Millionen Dollar umgesetzt, 13 Prozent weniger als noch im 1. Quartal 2015. Der 2,4-Millionen-Dollar-Gewinn von damals hat sich nun verwandelt in einen dicken Verlust von 16,6 Millionen Dollar.

Der Terex-Konzern musste ein Umsatzminus von vier Prozent auf 1,43 Milliarden Dollar hinnehmen, wobei der letztjährige Gewinn vor Steuern von 10,1 Millionen Dollar sich nun in einen Verlust vor Steuern von knapp 62 Millionen Dollar umdrehte. Ein großer Teil davon geht auf das Konto von Abfindungen und Restrukturierungen, aber neun Millionen Dollar gingen auch für Zukäufe und Übernahmen drauf.

Konzernboss John Garrison sagt: „Die Ergebnisse im 1. Quartal decken sich mit unseren Erwartungen. Schwierig war es für unser Segment Material Handling & Port Solutions, und zwar aufgrund der abgeflauten Nachfrage. Unsere Segmente Arbeitsbühnen, Materials Processing (MP) und Bau haben sich gut geschlagen und Zahlen geliefert, die in etwa denen vom Vorjahr entsprechen oder darüber liegen.“

Weiter führt Garrison aus: „Unsere Kunden bleiben vorsichtig im jetzigen wirtschaftlichen Umfeld weltweit. Überall sind die Märkte schwierig, aber es gibt auch Nischen voller Chancen. Der Großteil der nordamerikanischen Arbeitsbühnenvermieter hält sich zurück mit Investitionen.“ Außerdem mache der Rückgang der Gas- und Ölpreise vor allem dem Kranbereich von Terex zu schaffen, so der Firmenchef.

„Wir konzentrieren uns auf das, was wir beeinflussen können, und haben nun ein breit angelegtes Restrukturierungsprogramm eingeführt, um die Vertriebs-, Verwaltungs- und sonstigen Gemeinkosten (SG&A) zu senken und unsere Produktionskapazitäten an die Nachfragesituation anzupassen. Für das Gesamtjahr rechnen wir weiterhin mit einem um zehn Prozent niedrigeren Umsatz als 2015“, so Garrison.

Vertikal Kommentar

Die Zukunft sieht nicht gerade rosig aus für Terex Cranes, zumindest ergebnismäßig. Doch es wäre verfrüht, zu viel in diese Zahlen hineinzuinterpretieren. Das Unternehmen verfügt über eine breite Palette mit einigen herausragenden Maschinen und packt die Themen an, bei denen es in den letzten Jahren gehakt hat.

Dieser Konzernteil ist stärker betroffen von einem möglichen Zusammenschluss mit Zoomlion als andere Unternehmensteile. Das ist nicht besonders hilfreich, wenn der Markt für Krane an sich schon genug Herausforderungen parat hält.

Das Rebranding seiner deutschen Krane, zurück zu Demag, wird schon insofern etwas bringen, als es den Mitarbeitern, die All-Terrain- und Gittermastraupenkrane bauen, satten Rückenwind verschafft; und einigen im Vertrieb ebenso. Trotzdem ist dies keine kurzfristige Lösung. Die Unsicherheit, wer künftig Herr im Hause Terex ist, wird so lange bestehen bleiben, bis die Eigentümerfrage geklärt ist und Veränderungen greifen können. Hochpreisige Produkte wie Krane sind von derlei Unsicherheiten viel stärker betroffen als Arbeitsbühnen oder kleinere Produkte.

2016 könnte ein turbulentes Jahr für Terex Cranes werden, aber auch ein Übergangsjahr.

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