10.12.2015

Chef legt selbst Hand an

Auch in diesem Jahr hat der Krandienstleister Blüggel aus Eslohe im Sauerland wieder den Weihnachtsbaum für die Stadt Winterberg aufgestellt - Nomen est Omen. Als Einsatzfahrzeug hat sich das Unternehmen dabei für einen Terex Challenger 3180 entschieden.
Weihnachtsbaum in Winterberg

Doch bevor der Baum aufgestellt werden konnte, musste er zunächst einmal im Wald „gepflückt“ werden, wie es Friedrich Blüggel, Inhaber des gleichnamigen Kranunternehmens aus dem Sauerland, scherzhaft ausdrückte. In diesem Jahr ging es dazu in einen Wald im benachbarten Züschen, in dem man sich ein 14 Meter hohes und rund zwei Tonnen schweres Prachtexemplar von einem Weihnachtsbaum zum Schlagen ausgesucht hatte.
Der 14 Meter hoher Baum wird "geerntet"

Doch so ganz einfach machte es der Baum dem Blüggel-Team nicht: So musste die Anfahrt mit dem Kran über einen schmalen Radweg erfolgen. „Deshalb haben wir uns bei diesem Job auch für unseren Challenger 3180 entschieden. Der ist kurz und kompakt gebaut, hat einen ausreichend langen Ausleger und passte mit seiner Baubreite von nur 2,55 Metern perfekt auf den schmalen Radweg“, erklärt Friedrich Blüggel, der diesen Job traditionell selbst durchführt: „Diese Aufgabe lasse ich mir nicht nehmen – das mache ich immer selbst.“
Brachte weniger auf die Waage, als angenommen: nur 1,9 Tonnen wog der Baum

Am Einsatzort angekommen, mussten dann zunächst einmal geeignete Stellflächen für die Abstützungen des Krans in der Wegböschung ausgebaggert werden. Nachdem so für ausreichende Standfestigkeit gesorgt war, konnte der Hub in Angriff genommen werden. Bei Bäumen kann das genaue Gewicht oft nicht vor dem Hub bestimmt werden, deswegen ist es wichtig, genug Spielraum einzuplanen.

„Ursprünglich hieß es, der Baum würde 2,5 Tonnen auf die Waage bringen, tatsächlich waren es jedoch nur 1,9 Tonnen. Die Ausladung war aber weiter – 26 anstatt 24 Meter – das war aber alles im grünen Bereich“, berichtet Friedrich Blüggel. Für den Hub war der Kran mit einem Gegengewicht von 5,6 Tonnen bestückt und der Ausleger auf 34,90 Meter ausgefahren. So gerüstet, konnte der Kran den Weihnachtsbaum senkrecht anheben und in einem eleganten Schwenk auf den bereitstehenden Schwertransporter verladen.
Der Kran kam über einen Radweg in den Wald

Anschließend machte sich der Tross mit seiner weihnachtlichen Fracht auf den Weg nach Winterberg. Was dort folgte, war reine Routine: Der mit 5,6 Tonnen Gegengewicht bestückte Challenger 3180 Kran fuhr auf dem Marktplatz seine Abstützungen aus, nahm den Weihnachtsbaum mit einer Auslegerlänge von 34,90 Metern vom Tieflader an den Haken, hob ihn auf eine Höhe von 28 Metern an und brachte ihn so in senkrechte Position. In einem Arbeitsradius von 16 Meter schwenkte Friedrich Blüggel die Tanne dann exakt über eine vorbereitete Öffnung im Boden des Marktplatzes, in die ihn drei Mitarbeiter der Stadt Winterberg einließen und sicher verankerten.
Das Einsetzen in Winterberg auf dem Marktplatz

Friedrich Blüggel führt diesen Job traditionell selbst aus.


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