24.09.2015

LKW für RWA der KMC

Dass die Arbeitshöhe oft nicht entscheidend ist, sondern ebenso gut die Reichweite den Ausschlag geben kann, zeigte sich bei der Montage von Brandschutzfenstern für eine Rauchwarnanlage (RWA) in einem Gebäude der US Army in Kaiserslautern. Für die Durchführung der Arbeiten durfte das Dach des Hallenanbaus aus statischen Gründen nicht betreten werden, daher kam eine LKW-Arbeitsbühne zum Einsatz.
Die Reichweite gab den Ausschlag

In einer Kaserne der Kaiserslautern Military Community (KMC) befindet sich das Gebäude, in welchem die Fenster für die Rauch- und Wärmeanzugs-Anlage (RWA) installiert werden sollten. Es handelt sich hierbei um eine Halle, die zur Reparatur und Instandhaltung von Armeefahrzeugen genutzt wird. Mit einer LKW-Arbeitsbühne sollte die Distanz vom Anbau bis zur Halle überbrückt und vom Arbeitskorb aus die insgesamt 44 Fenster montiert werden.

Dazu besichtigte Gardemann-Fachberater Ralf Braun das Projekt vor Ort, um eine Geräteempfehlung abgeben zu können. „Wir haben für diesen speziellen Einsatz Ruthmanns T 720 empfohlen, da diese neben der hohen Reichweite von 37,50 Meter ebenfalls eine hohe Tragkraft besitzt, um die Fenster, die ein Gewicht von jeweils 70 Kilogramm auf die Waage bringen, sicher an ihren Bestimmungsort zu bringen“, so Braun.
Auf zur Fenstermontage!

Das Problem, so Braun: „In einem normalen Arbeitskorb dürfen Personen und sperriges, schweres Material nicht gleichzeitig aufgenommen werden.“ Auf den Korb kam dabei so einiges zu: Neben dem Bediener der Arbeitsbühne mussten auch zwei Monteure des Fensterlieferanten dort drin Platz finden, aber jeweils ein Fenster sollte auch mit hochgenommen werden.

Dafür wählte man das sogenannte Power Lift System des Alpener Arbeitsbühnenvermieters, das heißt, die 1,00 x 2,20 Meter großen Fenster werden außen am Korb in einem speziellen Rahmen fixiert. Damit der Bediener und die Fenstermonteure sich im Korb nicht auf die Füße treten, wurde der Arbeitskorb von 2,30 Meter auf 3,75 Meter ausgeschoben.
Das Power-Lift-System wird am Korb installiert wird und das Material – in diesem Fall das Fenster – wird außen am Korb eingehängt

Bauleiter Torsten Schneider: „Die Alternative wäre die Anmietung von zwei Kranen gewesen – ein Kran für den Transport der Personen und ein Kran für den Fenstertransport. Diese Variante hätte für uns mehr Aufwand bedeutet und wäre uns auch deutlich teurer gekommen.“ Außerdem ging die Montage schneller vonstatten als gedacht: in nur vier statt der geplanten sechs Wochen.

Hintergrund
Die Kaiserslautern Military Community (KMC) ist mit rund 55.000 Angehörigen die größte US-Militäransammlung außerhalb der Vereinigten Staaten. Sie umfasst nicht nur das Stadtgebiet, sondern auch die Gemeinden im Umkreis von Kaiserslautern, zum Beispiel Ramstein-Miesenbach mit dem größte Militärflughafen außerhalb der USA, Landstuhl, Weilerbach, Sembach und Bruchmühlbach-Miesau.

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