06.08.2015

Raupe schießt Feuerwerk ab

„Kölner Lichter“: Bis zu eine Million Besucher lockt die Großveranstaltung jedes Jahr aus allen Himmelsrichtungen an das Rheinufer. Mit musikalischem Rahmenprogramm, das bereits nachmittags beginnt und auf mehreren Bühnen stattfindet, sowie dem spektakulären Feuerwerk als Highlight hat dieses Event bereits Kultstatus erreicht.

Der 15. Geburtstag wurde in diesem Jahr unter dem Motto „Kölner Lichter – total verliebt“ gefeiert. Ein wichtiger Akteur auf dem Schiff, von dem aus vor Mitternacht das Hauptfeuerwerk abgeschossen wurde: Die 50-Meter-Raupenarbeitsbühne aus dem Mietpark von Beyer-Mietservice.

Doch bevor die Leo 50 GTX von Teupen – Leergewicht: 13.700 Kilogramm – für ihren Einsatz auf dem Schiff vorbereitet werden konnte, wurde sie in einen Überseecontainer verfrachtet. Am Haken eines Hafenkrans ging es auf sicherem Weg hinab in den offenen Schiffsbauch des Containerfrachters, der für diese Veranstaltung als Feuerwerksschiff fungierte. Ein Doppelschiff mit 200 Meter Länge, 10 Meter Breite – bestückt mit 4,7 Tonnen Sprengstoff. Eine explosive Ausgangslage.
Die 50-Meter Raupenarbeitsbühne im Feuerwerksschiff, von dem aus vor Mitternacht das Hauptfeuerwerk abgeschossen wurde (Foto: Beyer-Mietservice)

Die Arbeitsbühne mit kompakten Baumaßen – in der Breite von 1,58 Meter, in der Höhe von 1,98 Meter, sowie einer Länge von 8,45 Metern – konnte über die Fernsteuerung aus dem Container und an den dafür vorgesehenen Standort manövriert werden. Für den sicheren Stand sorgte das innovative Abstützsystem mit unterschiedlichen Aufstellvarianten. Zum Tragen, und das im wahrsten Sinne des Wortes, kam hierbei die einseitige Schmalabstützung, die sich bei der vorgegebenen Stellfläche optimal einsetzen ließ.

Der Arbeitskorb mit einer Tragkraft von 400 Kilogramm wurde angepasst und professionell hergerichtet zu einer „Raketenabschussbasis“. Folglich war die Raupenbühne nicht nur dabei, sondern mittendrin...

Jeder weiß es: in puncto zündende Ideen sind Pyrotechnikern keine Grenzen gesetzt. Bei derartigen Veranstaltungen verblüfft das Feuerwerk mit einer Vielzahl unterschiedlicher Effekte, Formen und Farben. Per Funk gezündet, bot die Pyro-Show am Arbeitskorb der Raupenbühne Feuerwerkskunst vom Feinsten. Einige Feuerwerkskörper schossen bis zu 200 Meter hoch in den Kölner Nachthimmel. Und als sechs Meter hohes Gestell schwebte Liebesgott Amor gut gesichert an einer im Arbeitskorb montierten Traverse und schoss, gemäß dem Veranstaltungsmotto „Kölner Lichter – total verliebt“ silberne (Liebes-)Feuerpfeile ab. Zum Dahinschmelzen.
Fulminantes Feuerwerk, per Funk gezündet (Foto: Jürgen Zillikens)

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