23.07.2015

„Sturzbesoffen“ – mit Kran umgestürzt

Gegen halb zehn am Mittwochmorgen ist in Ennepetal im südlichen Ruhrgebiet ein Mobilkran auf einer Baustelle umgekippt. Der 4-Achs-Kran hatte sich mit voll ausgefahrenem Ausleger zur Seite geneigt und ist dann umgefallen, wobei der Ausleger ins Dach eines Rohbaus einschlug. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

Als die Polizei vor Ort eintrifft, ist der Kranführer nicht aufzufinden. Kurz darauf taucht ein Mann mit einer kleinen Verletzung am Bein auf – die davon zeugt, dass er beim Unfall in der Krankabine saß. Der 48-Jährige aus Dortmund hatte in seinen Augen einen Grund, sich zu entfernen: Er wollte wohl schnell mal ausnüchtern. Nur – die Beamten erschnüffelten seine Alkoholfahne sofort. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, damit man eine Blutprobe entnehmen kann. Der Führerschein des Mannes wird einbehalten.

Zeugen zufolge ist die Sache sehr glimpflich ausgegangen: So habe sich ein Dachdecker, der sich auf dem Dach befand, noch in letzter Minute vor dem kippenden Kran retten können. Der AT-Kran ist Medienberichten zufolge beim Heben eines 2,3 Tonnen schweren Elements für die Lüftungsanlage des dort entstehenden Elektrofachmarkts umgekippt. Auch wenn die Unfallursache noch in den Sternen steht – der Sachschaden ist immens hoch, soviel steht fest. Das beschädigte Dach allein muss wohl auf einer Fläche von 500 Quadratmetern neu eingedeckt werden. Der Schaden soll bei einer viertel Million Euro liegen. Zumal sich die für den 20. Oktober vorgesehene Eröffnung des Bertel-Markts wohl um zwei bis drei Wochen verschieben dürfte. Mit zwei 220-Tonnen-Kranen desselben Kranvermieters wurde der havarierte Kran am Nachmittag wieder aufgerichtet.

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