02.07.2015

Bungeesprung in den Tod

Ein Bungeesprung von einem 65 Meter hohen Kran im nordfranzösischen Audincthun ist gründlich daneben gegangen: Am Sonntag ist eine 28- Jahre alte Frau zusammen mit ihrem 32-jährigen Freund im Tandemsprung ungebremst zu Boden gerauscht. Während er schwerverletzt überlebte, ließ sie bei dem vermeintlichen Adrenalin-Kick ihr Leben. Sie hinterlässt einen sechs Monate alten Sohn.

Der untendrehende Kran, offenbar schon etwas älter, aber scheinbar gut in Schuss, war mit einer Hakenhöhe von 70 Metern aufgebaut. Er gehört dem Unternehmen Elastique X’trem, das seit zwei Jahren dort Bungeesprünge anbietet. Rund 11.000 Personen haben davon Gebrauch gemacht.

Am Sonntagabend stoppte das Seil nicht, wie ursprünglich geplant, 15 Meter über dem Boden, sondern ließ die Beiden ungebremst aufprallen. Am häufigsten wird über einen menschlichen Fehler spekuliert, demzufolge eine Sicherheitsverriegelung nicht richtig geschlosen war.

Der Geschäftsführer des Unternehmens, Mickaël Laloy, und sein 21-jähriger Angestellter wurden zunächst festgenommen, dann aber wieder gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt. Sie werden wohl der fahrlässigen Tötung bezichtigt. Der Freund der Getöteten wurde mit sehr schweren Verletzungen in ein Krankenhaus in Lille eingeliefert.

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