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23.02.2015

Brückeneinsturz in Graz

Am Samstagabend ist in Graz eine Brücke eingestürzt. Sie war frisch betoniert worden. Die Trümmerteile legten sich über das ganze darunter verlaufende Gleisfeld und blockieren nun den Bahnverkehr – für mindestens zwei Wochen. Die Schnellstraße S35, zu der die eingestürzte Brückenkonstruktion gehört, wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt und wird frühestens Ende der Woche wieder freigegeben. Die zweitgrößte Stadt Österreichs ist von Norden kommend daher nur sehr schwer zu erreichen. Glück im Unglück: Verletzt wurde niemand.

Die Unfallstelle liegt in Frohnleiten unweit von Graz. In der Nacht von Samstag auf Sonntag starteten bereits die Aufräumarbeiten: 800 Tonnen Material müssen erst einmal weggeschafft werden. Am Sonntag machten sich Sachverständige vor Ort ein Bild. Wie es zu dem Unfall kam, ist ungeklärt. Die österreichische Infrastrukturgesellschaft Asfinag äußerte die Vermutung, die provisorische Stützkonstruktion der neuen Brücke habe möglicherweise nachgegeben.

Die Kapazität von 120 Zügen muss nun auf die Straße verlagert werden, und zwar mit Hilfe von Bussen. Schlimm trifft es den Güterverkehr: Er muss mehrere hundert Kilometer Umweg fahren über Ungarn und Slowenien. Graz liegt im Süden Österreichs, in der Steiermark.

Zunächst musste ein Turmdrehkran demontiert werden, denn er hatte sich durch den Kollaps der Brücke zur Seite geneigt. Etliche Hausbewohner mussten evakuiert werden, konnten nach dieser Sicherungsmaßnahme jedoch wieder in ihre Häuser zurückkehren.

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