05.02.2015

Von Wirtschaft und Windkraft

Einen Windkrafteinsatz besonderer Art kann Mobi-Hub aus Berlin vorweisen, und zwar mit einer nagelneuen Gittermastraupe vom Typ Terex CC 2800-1, die von Zweibrücken direkt auf die Baustelle bei Koblenz kam.

Während der Kran ins Rheinland unterwegs war, machten sich zeitgleich 31 Schwerlast-LKW mit den benötigten Bauteilen von der Hauptstadt aus auf den Weg zur Baustelle. Dass der insgesamt 150 Meter lange Ausleger des Krans in ansteigendem Gelände zusammengebaut werden musste, war nicht ganz ohne. Dies erwies sich auch als schwierig für den zum Aufbau benötigten Hilfskran, da dieser in dem abschüssigen Gelände nicht überall sicher platziert werden konnte.
Der 600-Tonner errichtet eine Enercon E85 in der Nähe von Koblenz

„Außerdem mussten wir beim Aufrichten des Auslegers die Superlifttraverse mit einem Gewicht von 325 Tonnen einsetzen“, beschreibt Frank Strempel, zu­ständig für Großkrane bei dem Krandienstleister, eine weitere Herausforderung, mit der sich das Team vor Ort konfrontiert sah. Dennoch konnte die Mannschaft den Kran mit sechs Monteuren in nur zwei Tagen einsatzbereit aufbauen. „Vom Werk auf die Baustelle – wirtschaftlicher kann die Indienstnahme eines Krans nicht sein“, freut sich Strempel.

Gerüstet war der 600-Tonner mit 138-Meter-Ausleger vom Typ S7 sowie einem um 10 Grad abgewinkelten starren Hilfsausleger von zwölf Metern Länge plus 180 Tonnen Gegengewicht. So konnte er die drei Haupthübe zum Aufbau der Enercon-Anlage mit ihrer Nabenhöhe von 130 Metern in Arbeitsra­dien von 20 bis 22 Meter sicher bewältigen.
Die Nase wird hochgehievt

Dazu hatte das Team drei Tage veranschlagt: Am ersten Tag hob der Kran das 48 Tonnen schwere Maschinenhaus sowie den Generator mit seinen 71 Tonnen. Am zweiten Tag wurde der Rotor am Boden montiert, macht eine Last von rund 68 Tonnen. Hierzu musste der Kran mit angeschlagener Last auf einem extra angelegten Schotterweg zur Windenergieanlage verfahren werden.
Der Flügelstern wird montiert

„Es war ein absoluter Glücksfall, dass wir den Kran just zum benötigten Zeit­ punkt in Zweibrücken übernehmen konnten, da sich der CC 2800-1 für diesen Job als das optimale Einsatzgerät erwies“, resümiert Frank Strem­pel zufrieden.

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