04.03.2014

Liebherr überrascht mit neuem 160-Tonnen-Mobilkran

Am frühen Morgen (Ortszeit in Las Vegas) hat Liebherr traditionell die Messe inoffiziell vorab eröffnet mit einer Pressekonferenz um 7 Uhr. Kurz vorgestellt wurden dabei die Exponate. Am interessantesten für die Fahrzeugkran-Fans ist der neue LTM 1160-5.2, der in der Glitzermetropole seine Weltpremiere feiert. Der 160-Tonner ist Nachfolger des LTM 1160-5.1, welcher seinerseits 2006 auf den LTM 1150-5.1 folgte. Acht Jahre später ist es nun an der Zeit für ein neues, stärkeres Modell, fanden die Verantwortlichen beim Liebherr-Werk Ehingen.
Liebherrs neuer LTM1160-5.2, obendrein mit Airbrush-Zeichnung

Der neue ist zwar nominell auch ein 160-Tonner, verfügt aber gegenüber dem Vorgängermodell um 20 bis 25 Prozent höhere Tragkräfte. Der Hauptausleger ist unverändert 62 Meter lang, während die Hakenhöhe 93 Meter beträgt. Wichtig: Die Fahrzeugbreite konnten die Ingenieure um 25 Zentimeter auf 2,75 Meter drücken, was sowohl den Transport bzw. das Verfahren auf öffentlichen Strassen vereinfacht als auch die Einsatzmöglichkeiten erhöht, da der Kran nun auch bei beengteren Platzverhältnissen mit seiner schmaleren Bauform passend sein kann.

Noch viel wichtiger und interessanter an dem Kran ist allerdings die Tasache, dass er nur mit einem Motor auskommt. Bislang waren es zwei bei diesem Modell. Damit ist der LTM 1160-5.2 der zweite Kran, an dem das neue Ein-Motoren-Konzept zum Einsatz kommt. Als erster Kran wies es der LTM 1300-6.2 auf, der auf der bauma 2013 vor knapp einem Jahr vorgestellt wurde. Die Vorteile liegen auf der Hand: weniger Wartung, weniger Gewicht, weniger Verbrauch, weniger Kosten. So lassen sich mehr Komponenten mitführen.
LTM 1160-5.2

Ob Liebherr das Ein-Motoren-Konzept denn auch weiter auf die Baureihe ausdehnen will? Laut Christoph Kleiner, dem Geschäftsführer von Liebherr Ehingen, sei es tricky gewesen, also schwierig, das am 300-Tonner zu realisieren. Bei kleineren Kranen ist dies wesentlich einfacher zu bewerkstelligen. Demnach sei die Implemetierung am 160-Tonner der nächste logische Schritt gewesen, so Kleiner. Eine Ausdehnung des EIn-Motoren-Konzepts auf größere Modelle sei jedoch in absehbarer Zeit nicht geplant.

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