11.02.2014

Zwei Tunnelsperrungen, zwei vergessliche Fahrer

Unterschiedliche Länder, gleiches Phänomen: Vergessliche Fahrer gibt es überall. Sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz ist am Freitag der ausgefahrene Ausleger eines LKW-Ladekrans gegen eine Brücke geknallt.

(I) Duisburg: LKW steckt fest
Am Vormittag gegen halb zehn ist der Fahrer eines LKW-Ladekrans abrupt zum Steheh gekommen, für ihn selber höchst überraschend: Der 83-jährige Fahrer hatte nämlich vergessen, den am Fahrzeugheck montierten Ladekran wieder korrekt einzufahren. So prallte er mit dem ausgefahrenem Kranarm gegen eine Eisenbahnbrüpcke in Duisburg-Neudorf.

Der Kran wurde dabei verbogen und fast abgeknickt. Die Ladefläche war ebenso verzogen. Kurzum: Das Fahrzeug steckte fest. Die Feuerwehr rückte aus, um den Kran abzutrennen. Außerdem musste die durch Hydrauliköl verschmutzte Fahrbahn gesäubert werden. Der Landfermanntunnel blieb bis 13 Uhr gesperrt.
Die Röhre Richtung Basel musste stundenlang gesperrt werden

(II) Basel/Solothurn: „Kran-Depp“ macht Tunnel dicht
Vergleichsweise glimpflich verlief auch ein ähnlicher Unfall auf der A2 im schweizerischen Hägendorf. Dort krachte der Fahrer eines LKW-Ladekrans mit seinem nicht ordnungsgemäß eingefahrenem Arbeitsgerät gegen das Südportal des Belchen-Tunnels. Er ist gut drei Kilometer lang und verbindet den Kanton Basel-Land mit dem Kanton Solothurn.

Dabei räumte der Kranausleger ein Überkopfsignal des Verkehrsleitsystems ab und kollidierte auch noch mit der Verstrebung des Vordachs. Teile der Dachkonstruktion knallten auf den Lastwagen und auf die Fahrbahn. Es entstand Schaden in fünfstelliger Höhe, wohl mehrere 10.000 Euro.

Die Boulevard-Presse in der Schweiz echauffiert sich: „Jetzt kommt auch noch der Kran-Depp!“ Vor wenigen Wochen hatte bereits ein nicht richtig geladener Bagger für viel Wirbel und Ärger gesorgt: einen Unfall, eine stundenlange Tunnelsperrung den ganzen Tag über sowie ein großes Verkehrschaos. Das blieb diesmal nur aus, da sich der Unfall nachts ereignete.

Immerhin: In beiden (Un)Fällen wurde zum Glück niemand verletzt.

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