07.10.2013

Bühnen am Bosporus

Die Europlatform-Konferenz hat in diesem Jahr in Istanbul stattgefunden; rund hundert Teilnehmer ließen sich von der türkischen Metropole und dem Motto Thinking Outside the Basket anziehen. Die meisten Besucher kamen aus der Türkei. Das zweitgrößte Kontingent stellten die Niederlande.
An die hundert Teilnehmer zählte die Europlatform 2013

Die Qualität der Vorträge war sehr hoch. Den Anfang machte Pierre Boels, der erläuterte, wie sein familiengeführtes Unternehmen Boels Rental auf lange Frist agiert, wenn man einen neuen Markt, ein neues Land betritt.

Andy Studdert von NES Rentals, der bereits vor zwei Jahren beim IPAF Summit in Rom hervorragend und spannend referierte, legt noch ein wenig nach, indem er berichtete, wie die Heimarbeit für Mitarbeiter im Back Office, also im Innendienst oder Personalbereich eines Unternehmens, für mindestens zwei Tage pro Woche die Produktivität fördert und zugleich die Kosten reduziert.
Pierre Boels

Vom türkischen Markt für Höhenzugangstechnik berichteten Mustafa Bilgin von Istanbul Vinç, Serkan Acar von Acarlar und Faruk Aksoy von Imder/Isder. Sie alle botehn eine Reihe interessanter Einblicke und sprachen von den Besonderheiten, den Herausforderungen des Geschäftes in dem aufstrebenden Land an Europas Rand. Da ging es um die Gesetzgebung, Vorschriften, das Mietpreisniveau und auch den Wettbewerb zwischen Bühnen und Kranen. Merve Yerdelen Ellialioglu vom Baumaschinendistributor Tatmak & Kryer entpuppte sich als sehr eloquenter und guter Diskussionsleiter.
Mustafa Bilgin von Istanbul Vinç

Die Besonderheiten des türkischen Marktes erläuterte Serkan Acar

(v.l.n.r.) Steve Couling, Søren Rosenkrands, Pierre Boels und Merve Yerdelen Ellialioglu in der Diskussionsrunde

Mehr auf das Bühnengeschäft fokussiert war der Vortrag von Riwals Søren Rosenkrands, der sich mit der Frage beschäftigte, wie man am besten große Teleskop- und Gelenkteleskopbühnen über 25 Meter in die Vermietung bringt. Was bedeutet das für die Bediener und Mitarbeiter?

Michael Rohmeder von Ritchie Bros. legte dar, wie sich die jetzigen Regelungen in Bezug auf die Motoren und Abgaswerte zum Widerverkaufswert der Maschinen in fünf bis zehn Jahren verhalten. Und den LEitgedanken der Konferenz wörtlich nahm IPAF-Mann Chris Wraith; der sich mit dem Korbaus- und -einstieg beschäftigte. Was die aktualisierte EN280-2013 verbietet.
Søren Rosenkrands berichtete davon, wie er die großen Boomlifts verwaltet und vermietet

Als Sponsor der Veranstaltung traten ELS, Acalar und Das Makine auf.
Wie sich die neuen Motoren auf den Wiederverkaufswert der Maschinen auswirken, darüber sprach Michael Rohmeder von Ritchie Bros.

Eine gute Ausgabe, ein guter Jahrgang also, der den geografischen Rand Europas ein wenig in den Mittelpunkt rückte. Im kommenden Jahr dann wandert die Europlatform wieder stärker in das Zentrum Europas: nach Berlin. Am 25. September 2014 steht die nächste Konferenz an.

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