05.02.2013

31 tödliche Unfälle mit Arbeitsbühnen

2012 ereigneten sich nach erster Auswertung der IPAF-Unfalldatenbank weltweit 31 tödliche Unfälle mit Hubarbeitsbühnen. Die Hauptunfallursachen waren: Sturz aus dem Arbeitskorb (9), Stromschlag (8), Umkippen (6), Einklemmen (4) und mechanische/technische Ursachen (4).
Die Hauptunfallursachen waren: Sturz aus dem Arbeitskorb (9), Stromschlag (8), Umkippen (6), Einklemmen (4) und mechanische/technische Ursachen (4)

Nahezu die Hälfte der gemeldeten tödlichen Unfälle (16) ereigneten sich mit Teleskoparbeitsbühnen (Booms - 3b). Elf tödliche Unfälle ereigneten sich mit LKW-Bühnen (1b) und drei mit Scherenarbeitsbühnen (3a).

Die regionale Verteilung der Unfälle ist relativ eindeutig: Trauriges Negativbeispiel sind die USA, auf deren „Konto“ mit 20 registrierten Unfällen rund zwei Drittel der Todesfälle gehen. Dazu muss man wissen, dass es sich dabei auch um den weltweit größten Einzelmarkt für Höhenzugangstechnik handelt. Drei tödliche Unfälle wurden aus den Niederlanden gemeldet, zwei aus Großbritannien und jeweils einer aus Australien, Kanada, Singapur, Spanien und der Schweiz.

Die vorliegenden Daten basieren auf direkt an IPAF gemachte Unfallmeldungen und Informationen aus verschiedenen Nachrichtenmedien. Die Genauigkeit der Daten kann dem Verband zufolge nicht garantiert werden, doch werden die Angaben in allen erforderlichen Fällen überprüft und die Daten entsprechend aktualisiert.

„Bereits im ersten Jahr liefert das Unfallmeldeprojekt signifikante Ergebnisse und erlaubt es uns, sowohl unsere Schulungsprogramme zu verbessern, als auch unsere Sicherheitskampagnen zielgerichteter zu entwickeln, um diese Branche noch sicherer zu machen“, erklärt IPAF-Geschäftsführer Tim Whiteman und schließt an: „Weltweit sind über 1,5 Millionen Hubarbeitsbühnen im Einsatz. Selbstverständlich ist jeder Todesfall eine Tragödie, doch bleiben Hubarbeitsbühnen nach wie vor ein sehr sicheres Arbeitsmittel für den Höhenzugang.“

Das Unfallmeldeprojekt ist erst im Januar 2012 angelaufen. Anhand der gesammelten Daten kann der Verband Analysen durchführen und nach gemeinsamen Tendenzen suchen, um dann konkrete Vorschläge für Gegenmaßnahmen zu machen, die den sicheren Einsatz von Arbeitsbühnen weltweit noch gezielter fördern. Sämtliche Daten werden streng vertraulich behandelt und dienen allein Analysezwecken sowie der Verbesserung der Sicherheit, betont die IPAF. Neu ist, dass seit Beginn dieses Jahres auch Unfalldaten für Mastkletterbühnen gesammelt werden.

Die britischen Bühnenvermieter und IPAF-Mitglieder gehen mit gutem Beispiel voran: Sie haben sich selbst dazu verpflichtet, alle eigenen Unfälle mit Hubarbeitsbühnen zu melden.

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