13.04.2012

JLG bringt „Himmelschutz“

Bislang hat es der Hersteller JLG bei vagen Andeutungen belassen, was sein neues Bedienerschutzsystem angeht. Doch Vertikal.Net hat konnte nun bereits einige Details in Erfahrung bringen.

In Kürze wird der US-amerikanische Hersteller von Arbeitsbühnen und Teleskopladern mehr verraten zu seinem neuen Schutzsystem, welches wohl auf der Intermat nächste Woche enthüllt wird. Das System ist mittlerweile getestet worden und offensichtlich reif für die Öffentlichkeit.

Sein Kernstück ist ein Druckschalter, der sich an einer kurzen Stange befindet, welche über dem Bedienpult montiert ist. Der Schalter wird aktiviert, sobald Druck ausgeübt wird - egal aus welcher Richtung. Wenn ein Druck von rund 23 Kilogramm auf ihn einwirkt, sorgt er dafür, dass sämtliche Maschinenfunktionen sofort gestoppt werden. Zudem ertönt ein lautes Signal. Blaulicht ist auf Wunsch auch zu haben.

Für den Fall des versehentlichen Aktivierens kann der Bediener das System mit dem Fuß zurücksetzen.
JLGs Bedienerschutzsystem namens „Skyguard“

Einzigartig an dem System namens „Skyguard“, was soviel bedeutet wie Himmelschutz oder Schutzeinrichtung für den Luftraum, ist die Tatsache, dass es nicht nur alle Maschinenfunktionen stoppt, sondern die Funktion umkehrt, welche zu der verhängnisvollen Situation geführt hat - egal ob Verfahren, Hochfahren oder Austeleskopieren. Damit wird der Druck (auf den Bediener) reduziert. Eine Memory-Funktion in der Steuerung macht dies möglich.

Damit sich der Bediener selbst aus der misslichen Lage befreien kann, hat JLG ebenso an eine manuelle Überbrückung hierfür gedacht. Zugleich setzen sich die Befehle der Steuerung unten über die im Korb hinweg, um eine Rettung des Bedieners zum Beispiel durch Kollegen von unten zu ermöglichen.

Weitere Details wird der Hersteller hoffentlich bald bekannt geben. Anfänglich soll das System erst einmaal für alle Diesel/Gas-Boomlifts von JLG angeboten werden. Nachgerüstet werden können dem Vernehmen nach Booms, die 2009 oder später gebaut worden sind. Über die Kosten des „Skyguard“ wurde noch nichts verlautbart.

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