28.03.2012

Ein Kran geht bohren

Die bisher größte Krananlage seit Bestehen des Geschäftsbereiches hat das Wittener Maschinenbau-Unternehmen J.D. Neuhaus an die Firma Westcon Lofteteknikk AS (WCL) ausgeliefert, den autorisierten JDN-Vertriebspartner für Norwegen. Zum Einsatz kommt der Hydraulik-Semiportalkran mit einer Tragfähigkeit von 80 Tonnen auf einer Bohrplattform in der Barentsee.

Der Kran hat ein Gesamtgewicht von 32 Tonnen bei einer Spannweite von 7,5 Meter und einer Höhe von 11,5 Meter. Die Anlage ist mit zwei JDN-Hydraulik-Einschienenhubwerken EH 40-H ausgestattet, jedes Hubwerk verfügt über eine Tragfähigkeit von 40 Tonnen. Die Hubwerke lassen sich getrennt oder zusammen über eine Steuerung bewegen. In Kombination heben sie Lasten bis 80 Tonnen über eine Höhe von zwölf Metern. Darüber hinaus verfügt der Kran über einen JDN-Profi 6 TI-H als Service-Hebezeug, um zusätzliche Hub- oder Service-Aufgaben auf der Bohrinsel erfüllen zu können.
JDN-Hydraulikspezialist Ewald Sawitzki (links) und Kran-Experte Frank Teichert bereiten den Kran am JDN-Stammsitz in Witten für die Auslieferung nach Norwegen vor.

Das gesamte hydraulische Energieversorgungssystem wurde ebenfalls von JDN konzipiert und realisiert. Vier Hydraulikmotore sorgen für die Fahrbewegungen des Krans. Die Anlage operiert funkgesteuert. Die Ansteuerung erfolgt über einen elektro-hydraulischen Schaltkasten auf der Kranbrücke. Bei Problemen mit der Fernsteuerung greift ein zweites Steuerungssystem. Fällt die Stromversorgung aus, lässt sich der Kran auch manuell bedienen.
Komplett für die Insel: Auf der Westcon-Werft wurden Brücke, A-Stütze und Laufbahnträger zusammengebaut, bevor die Krananlage zu ihrem endgültigen Einsatzort auf dem Rig transportiert wurde.

Die Krananlage wurde für die extremen Einsatzbedingungen auf einer Bohrinsel entwickelt, dazu gehören unter anderem Temperaturen bis zu minus 20 Grad Celsius. Der Kran ist für „Survival Conditions“ (horizontale Neigung der Bohrinsel) von drei Grad mit Last und 27 Grad ohne Last ausgelegt. Zusätzliche Sicherheit bietet eine Not-Senk-Einrichtung. Mit dieser kann die Last bei Energieausfall kontrolliert abgesenkt werden. Die Anlage verfügt über die Ex-Einstufung EX II 3 GD IIB T4.

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