29.02.2012

Gas geben in Portugal

14 Flat-Top-Krane sorgen im hügeligen Norden Portugals dafür, dass der neue Abschnitt der A4 mehr oder weniger schnurgerade über Brückenbauwerke laufen kann.
Fünf 21 LC 290 und ein LC 5211 arbeiten allein am Viadukt Nr. 3 im Marão-Tal

Die Autobahn A4 in Portugal, die die Städte Oporto und Amarante im Norden des Landes verbindet, hat heutzutage eine Länge von gerade einmal 63 Kilometern. Damit man künftig schnell von Oporto nach Bragança und an die spanische Grenze per kommen kann, wird die Autoestrada 4 um gut 150 Kilometer verlängert.

Der erste Abschnitt dieser Erweiterung, die Amarante und Vila Real verbindet, hat eine Länge von 30 Kilometern. Hauptunternehmer ist ein Konsortium der Baufirmen Somague und MSF Engenharia. Das erste Stück umfasst zwei Tunnels mit einer Gesamtlänge von 5,7 km sowie dreizehn Brückenbauwerke, die zusammengenommen eine Länge von vier Kilometern erreichen. An vier dieser Viadukte sind – dank Ibergru, dem offiziellen Distributor des spanischen Herstellers in Portugal – insgesamt 14 Turmdrehkrane von Linden Comansa platziert.
Das erste Teilstück der A4-Verlängerung ist 29,8 Kilometer lang

Herausragend ist Viadukt Nr. 3, im Flusstal des Marão: Es wird das längste und höchste dieser Brückenbauwerke sein: Es wird eine Höhe von 134 Meter, eine Breite von 29 Meter und eine Länge von 911 Meter aufweisen. Alleine sechs Flat-Top-Krane sind an diesem Bauwerk beteiligt: fünf 21 LC 290 und ein Fünf-Tonnen-Kran vom Typ LC 5211.

Die Turmdreher des Typs21 LC 290 heben maximal 18 Tonnen und wurden mit einer Ausladung von 74 Metern, dem Maximalwert dieses Modells, aufgebaut. Sie kommen beim Bau der Pfeiler zum Einsatz, deren Höhe zwischen 89 und 149 Meter liegt. Bei den acht anderen Comansa-Kranen handelt es sich um weitere fünf 21 LC 290, zwei 21 LC 210 mit einer maximalen Traglast von 12 Tonnen und einen weiteren LC 5211.
An vier Viadukten arbeiten insgesamt 14 Turmdreher von Comansa

Wenn die Arbeiten – geplant: im Laufe dieses Jahres – abgeschlossen sind, wird die neue Autobahn A4 die drittlängste in Portugal sein. Das Budget für dieses Infrastruktur-Projekt, das die Straßenverbindungen zwischen Nordost-Portugal und Spanien verbessern soll, wird auf über 700 Millionen Euro geschätzt. Allerdings wurden die Arbeiten an der A4 zwischenzeitlich ausgebremst: sie ruhten in Folge der Finanzkrise, sodass der Zeitplan ins Wanken geraten ist.

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