02.09.2010

Per Tandemhub aufs Schiff

Gemeinsam mit der Duisburger Hafen AG hat die Spedition Kübler ein Schwergutterminal in Duisburg geplant und gebaut, wo Schwergüter bis 500 Tonnen umgeschlagen werden können. Der Betrieb im Heavylift-Terminal wurde im März 2010 aufgenommen. Die Feuertaufe bestand die Schwergutanlage jetzt mit einem extrem schweren Trafo, der 450 Tonnen auf die Waage brachte.

Der Trafo wurde mit einem Tragschnabelwagen der Bahn angeliefert und von der Westfracht hydraulisch auf einen 15-achsigen Scheuerle-Plattformwagen der Spedition Kübler aus Schwäbisch Hall umgesetzt. Der Tieflader brachte den Trafo zum Schwerlastkai, wo er im Tandemhub von dem 250-Tonnen-Hallenkran und einem schweren Gittermastkran in ein Binnenschiff verladen wurde. Die Firma Westfracht aus Essen verantwortete dabei die komplette Transportkette vom Hersteller bis aufs Fundament im Kraftwerk Moorburg.

Im Tandemhub wurde der Trafo aufs Schiff verladen

Das Heavylift-Terminal in Duisburg wurde für die Schwergutindustrie so gebaut, dass in der Halle auch Anlagen bis 500 Tonnen montiert und verpackt werden können. Außer dem 250-Tonnen-Kran steht noch ein 25-Tonnen-Kran zur Verfügung. Das Steilkai ist in der Lage, schwere Gittermastkrane direkt auf der Mauer abzustützen, sodass mit einer extrem geringen Auslage des Krans von nur 10,25 Meter Lasten bis 500 Tonnen im Tandemhub mit dem Hallenkran in ein Schiff verladen werden können. Auch „Kümos“ können mit dem Hallenkran direkt verladen werden.

Ein Vorteil des Terminals ist auch, dass eine geeignete Strecke für die Trafos bis 450 Tonnen auf der Bahn aus vielen Orten Deutschlands zu dem Schwergutterminal in Duisburg zur Verfügung steht. Transporte auf der Straße sind in Deutschland nur bis rund 130 Tonnen Ladungsgewicht über größere Entfernungen machbar. Darüber hinaus muss die Bahn oder ein Binnenschiff eingesetzt werden. Das Schwergutterminal in Duisburg ist die einzige Anlage in Deutschland, wo mit einem Hallenkran so schwere Lasten im Tandemhub in ein Binnenschiff verladen werden können. Durch die eisfreie Lage am Rhein kann das Terminal ganzjährig von Binnenschiffen angelaufen werden.

Die Schwergutspezialisten von Kübler haben in den letzten Jahren vier Schwergutlinien auf Binnenwasserstraßen mit verschiedenen Reedereien entwickelt und sind in der Lage Schwergüter in die Häfen Antwerpen, Rotterdam, Bremerhaven und Hamburg sowie auch ins Schwarze Meer mit diesen Linien günstig und sicher zu befördern.

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