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15.000 Tonnen auf 540 Achslinien

3. Dezember 2009 | Kommentare (0)

Schwerer gab’s noch nie - sagen die Unternehmen Kamag und Scheuerle. Auf Modultransportern, kurz SPMTs, hat der belgische Schwerlastspezialist Sarens im Rahmen eines spektakulären Projekts mehr als 15.000 Tonnen bewegt. Bei einer Genauigkeit von gerade mal 2 Millimetern absolute Präzisionsarbeit.


Kamag SCheuerle SPMT Norwegen
Die Anlage wird aus der Produktionshalle gefahren

Aker Stord in Leirvik, die größte Werft Norwegens, war der Ort des Geschehens. Hier werden die gewaltigsten Ölplattformen der Welt gebaut und ausgestattet. Der Auftrag an die beteiligten Transportspezialisten war so simpel wie anspruchsvoll: eine als Ölabscheider bezeichnete Anlage zur Abwasserbehandlung von Aker Solutions sollte von der Produktionsstätte passgenau auf ein Ponton bewegt werden. Eine Aufgabe für die Transporttechnik von Kamag und Scheuerle.


Kamag Scheuerle SPMT Norwegen
Die Kamag-Module unter Last

Die aus drei Sektionen bestehende Anlage hat gigantische Dimensionen. Allein das Mittelteil bringt es auf 12.750 Tonnen. Sarens hatte dabei 356 Achslinien Modultransporter und 16 Power-Packs von Kamag im Gepäck. Doch auch das war noch längst nicht genug, um der enormen Last gerecht zu werden. Mit zusätzlichen 184 Achslinien SPMTs und sechs Power-Packs aus dem Hause Scheuerle, die für diesen Transportjob von Mammoet angemietet wurden, waren die technischen Voraussetzungen für die Umsetzung des ambitionierten Projekts geschaffen.

Nun wurden die SPMTs elektronisch miteinander gekuppelt und per Fernsteuerung unter die 85,3 Meter breite und 67,5 Meter lange Ladung gefahren. Mit geballter Kraft wurde die Ladung ferngesteuert auf Fahrhöhe angehoben.


Kamag Scheuerle SPMT Norwegen
Die Module beim Wählen des Lenkprogramms

Atemberaubend der Augenblick, als sich die Last in Bewegung setzte. Angetrieben von 9.400 Pferdestärken sollte die 15.000-Tonnen-Last aus der Werft bewegt werden. 2.160 Räder drehten sich synchron um 90 Grad und nach 40 Metern Diagonalfahrt war der erste Abschnitt genommen. Nun galt es, den Ponton zu erreichen. Wieder drehte sich eine Vielzahl von Rädern, in gerader Fahrt wurde nach weiteren 120 Metern das Ziel erreicht.

Am Ziel angekommen, machte sich die Präzision bezahlt, als die drei einzelnen Sektionen der gewaltigen Ölabscheideranlage aneinander positioniert werden sollten. Präzisionsarbeit, mit der das Rekordprojekt erfolgreich abgeschlossen werden konnte, freuen sich die Spezialisten aus Ulm und Pfedelbach.
IPAF

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