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Ende der Rekordjagd

30. Juli 2018 | Kommentare (0)

Nach einem Rekordumsatz im 1. Quartal dieses Jahres mit 394,2 Millionen Euro deuten die jetzigen Anzeichen – wie auch schon die Gewinnwarnung zum Jahreswechsel – darauf hin, dass sich die jahrelange Wachstumsphase und Rekordjagd bei Palfinger dem Ende zuneigt – oder zumindest eine Pause einlegt.

Die Firmengruppe konnte ihr Wachstum im 1. Halbjahr 2018 fortsetzen, allerdings wachsen die Bäume nicht mehr in den Himmel. Der Umsatz im 1. Halbjahr wächst gegenüber dem Vorjahr um 6,4 Prozent auf 801,9 Millionen Euro. Das ist erneut ein Höchstwert.

Die 2016 eingeleitete Restrukturierung in Nordamerika und im Marinebereich belastet nach wie vor das Ergebnis. Zumindest im Fall Nordamerika sind die großen Umbauten damit beendet. Das um Restrukturierungskosten bereinigte EBITDA (EBITDAn) stieg um 4,3 Prozent auf 110 Millionen Euro. Das Konzernergebnis blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück; hauptverantwortlich für diese Entwicklung sind dem Unternehmen zufolge Einmaleffekte im Steuer- und Finanzergebnis sowie die gestiegenen Ergebnisanteile der Minderheiteneigentümer.

Das operative Ergebnis (EBIT) stieg im Vorjahresvergleich um 6,3 Prozent von 66,8 Millionen Euro auf 71 Millionen Euro. Das Konzernergebnis für das 1. Halbjahr 2018 liegt mit 35,2 Millionen Euro um 8,8 Prozent unter dem Vorjahreswert von 38,6 Millionen Euro.

Im Segment Land kletterte der Halbjahresumsatz um zehn Prozent auf 687 Millionen Euro, weil die Geschäfte in Europa (EMEA) und in Osteuropa (GUS) besser liefen. Fast gleich groß der Rückgang zu See: Um elf Prozentpunkte sank der Umsatz in der Sparte von fast 130 auf nunmehr 115 Millionen Euro. Dafür schnellten die Kosten für besagte Umstrukturierungen in die Höhe: von 2,5 auf 6,3 Millionen Euro. Palfinger passt hier noch mehr an als zunächst geplant, weil sich der Markt weitaus schwächer entwickelt habe, als es die Konzernlenker erwartet haben. Nun werden auch Standorte umstrukturiert und das Portfolio angepasst. 12,4 Millionen gingen in den ersten sechs Monaten erneut für die Anpassungen drauf – nach zehn Millionen im 1. Halbjahr 2017. Tendenz: steigend.

Abschließend vermeldet der Konzern für die weiteren Aussichten: „Für das Gesamtjahr 2018 rechnet das Management mit einer Steigerung des Umsatzes und der operativen Profitabilität. Das Konzernergebnis sollte 2018 über dem Vorjahresniveau liegen, wird jedoch aufgrund der höheren Steuerquote, dem niedrigen Finanzergebnis, der weiteren Restrukturierung und den gestiegenen Ergebnisanteilen der Minderheiteneigentümer nicht die Höchstwerte der Jahre 2015 und 2016 erreichen.“

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