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Manitex kauft PM

22. Juli 2014 | Kommentare (0)

Der US-amerikanische Hersteller Manitex erwirbt die PM-Gruppe aus Italien: 107 Millionen Dollar, knapp 80 Millionen Euro, soll der Deal umfassen. Darin enthalten sind eine Finanzspritze von 18 Millionen Euro in bar, die Manitex sofort gewährt und als Darlehen mit seinen Banken ausgehandelt hat. Weitere 11 Millionen Euro kommen zusammen durch Ausgabe neuer Aktien, die hauptsächlich an die Banken von PM gehen, und auf 50 Millionen Euro sollen sich Schulden und Verbindlichkeiten einschließlich Betriebsvermögen belaufen. Allerdings steht das Geschäft noch unter dem Vorbehalt einer gerichtlichen Bewilligung des Restrukturierungsplans.

Manitex fertigt LKW-Aufbaukrane und maritimes Equipment zum Lastenumschlag. Zur PM-Gruppe gehören der Ladekranhersteller PM, der Arbeitsbühnenhersteller Oil & Steel, Electroelsa mit seinen Mastkletterbühnen und der Gerüsthersteller Pilosio.

In den vergangenen 12 Monaten hat PM rund 78 Millionen Euro umgesetzt mit einer Umsatzrendite von 9 Prozent, ähnlich wie Manitex. Im Laufe des 4. Quartals 2014 soll die Akquisition vollzogen sein.

Manitex hat sich bereits zuletzt für Produkte aus Italien interessiert und darin investiert: Zuletzt erwarben die Amerikaner den Pick & Carry-Kranhersteller Valla, zuvor – im Jahr 2011 – die Hafenumschlagssparte von CVS-Ferrari.

Manitex-CEO David Langevin meint: „Mit der PM-Gruppe haben wir erneut eine außergewöhnliche Gelegenheit beim Schopf ergriffen, neue Markenprodukte zu unserem Portfolio hinzuzufügen, unsere Ertragskraft zu stärken und einen Wertzuwachs für unsere Aktionäre zu generieren. PM ist ein beachtliches Unternehmen, das sich sehr gut geschlagen hat trotz brachliegender Wirtschaft in Europa und trotz eines heftigen Schuldenbergs, der herrührt von der fremdkapitalfinanzierten Firmenübernahme.“

Er fährt fort: „Mit der Restrukturierung der Schulden, die auch auch eine Reduzierung um 65 Millionen Dollar miteinschließt, und einer langsam wieder erstarkenden europäischen Wirtschaft halten wir dies vom finanziellen Standpunkt her für eine sehr attraktive Akquisition. Außerdem können wir dadurch unser Produktportfolio hübsch ausbauen.“

Zusammengenommen erwirtschaften Manitex International und PM Group über 350 Millionen Dollar jährlich (etwa 260 Millionen Euro), rechnet der Manitex-Chef vor. Langevin erwartet zudem für 2015 weiteres Wcahstum bei Umsatz und Ergebnis.
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