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Terex: Welle von Plagiaten rollt

5. November 2013 | Kommentare (0)

Terex Cranes geht derzeit aktuellen Berichten über Plagiate von Terex-Raupenkranmodellen aus China nach. Wie bereits bei ähnlichen Vorfällen im Jahr 2011 war erneut der Gittermast-Raupenkran Terex CC 2500-1 das Ziel der Produktpiraten.

Die Masche ist stets die gleiche: Die Maschinen werden montiert, als Markenware gekennzeichnet und dann als gebrauchte Terex-Geräte weit unter dem Marktwert angeboten und unters Volk gebracht. Die Mehrheit der bis jetzt gefundenen Plagiate sind Terex zufolge rot lackiert und werden unter dem Namen der Traditionsmarke Demag angeboten. Von dieser neuesten Welle der Kran-Piraterie sind insbesondere die Märkte in den asiatischen Ländern wie China, Südkorea, Singapur, Indien und Pakistan betroffen.

Terex Imitat
Eine der billigen Kopien eines Terex Demag CC2500

„Wir wissen von drei verschiedenen ‚Ausführungen‘ des CC 2500-1 auf dem Markt und es wurden mindestens neun oder zehn gefälschte Krane verkauft, die alle aus China stammen“, berichtet Klaus Meissner, Director of Product Integrity bei Terex Cranes. „Die Situation ist durchaus ernst, nicht nur, weil hier unser geistiges Eigentum verletzt wird, sondern vor allem, weil dies ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko für unsere Kunden darstellt. Der Einsatz dieser minderwertigen Kopien kann tödliche Folgen haben.“

Zwar sehen diese nachgemachten Krane äußerlich wie Maschinen von Terex aus, sie werden jedoch oft mit einer Mischung aus älteren und neueren Technologien bestückt und mit Bauteilen ausgerüstet, die nicht aufeinander abgestimmt sind. Häufig finden sich bei den Kranfälschungen mangelhafte Schweißverbindungen, minderwertiger Stahlbau und nicht korrekt angepasste Ketten. Außerdem fehlen viele der Sicherheitsvorrichtungen, die Bestandteile eines echten Terex-Krans sind.

Auch gefälschte Typenschilder
„Leider verschafft die Seriennummer allein dem Käufer nicht mit Sicherheit Aufschluss darüber, ob es sich um einen echten Kran von Terex handelt, denn auch die Typenschilder können gefälscht sein“, fügt Klaus Meissner hinzu. „Viele der Plagiate wurden entweder ohne jegliche Überprüfung vor Ort oder nach einer Überprüfung durch nicht qualifizierte Personen gekauft.“

Terex hält es für unabdingbar, dass Käufer eines gebrauchten Krans die Maschine vorab gründlich prüfen lassen, durch entsprechend qualifiziertes Fachpersonal, versteht sich. Sowohl die Sicherheit der Mitarbeiter des einsetzenden Unternehmens als auch die der Menschen im Umfeld des Kraneinsatzes hingen davon ab.

Was tun?
Terex hat die E-Mail-Adresse terexcranes.brandcheck@terex.com für Kunden eingerichtet, die sich der Echtheit eines Terex-Krans versichern wollen, den sie bereits gekauft haben oder zu kaufen beabsichtigen. Sonst stehen auch die Vertriebsteams vor Ort für entsprechende Klärungen zur Verfügung, betont der Hersteller.

Klaus Meissner gibt potenziellen Käufern auf den Gebrauchtmärkten asiatischer Länder noch folgenden Rat: „Wenn Sie den Eindruck haben, ein Geschäft sei ‚zu gut, um wahr zu sein‘ – dann liegen Sie vermutlich richtig. Rufen Sie uns einfach an! Wir helfen Ihnen gerne dabei herauszufinden, ob Sie einen echten Terex-Kran vor sich haben.“
officinecomet.com

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