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IPAF UK macht ernst

1. Oktober 2012 | Kommentare (0)

Das britische IPAF-Komittee hat beschlossen, dass die Verbandsmitglieder jeden einzelnen Unfall im Zusammenhang mit Hubarbeitsbühnen melden müssen, in die die eigenen Mitarbeiter involviert sind. Die Daten müssen, dies ist ab 1. Januar 2013 verpflichtend, in die IPAF-Unfalldatenbank (www.ipaf.org/accident) eingetragen werden.

Diese Maßnahme wurde auf der ersten Versammlung des neu gegründeten britischen IPAF-Komittees (UK Country Council) beschlossen und anschließend vom internationalen IPAF-Komittee bestätigt.

Sich dafür stark gemacht hat an vorderster Front Peter Douglas, der Geschäftsführer des großen britischen Vermietunternehmens Nationwide Platforms und zugleich Vorsitzender des britischen Council. „Wir müssen unsere Branche sicherer machen. Gehen Sie auf die IPAF-Webseite und tragen Sie ihre Unfälle ein“, fordert Douglas. „Die dadurch gewonnenen Daten werden uns dabei helfen, weit verbreitete riskante Verhaltensweisen zu identifizieren. Und wenn wir dieses Verhalten im positiven Sinne beeinflussen können, werden wir Schritt für Schritt die Zahl der tödlichen und schweren Unfälle verringern können.“

Peter Douglas
Peter Douglas

Und er fährt fort: „Zu Beginn sieht dies vor, dass britische IPAF-Mitglieder sämtliche Unfälle mit Ausfallzeit melden müssen. Wir rufen alle Mitglieder dazu auf, uns ihre Unfälle mitzuteilen, auch Beinahe-Unfälle und sonstige Vorfälle. Je mehr Informationen wir haben, desto besser sind wir gewappnet, die Unfallzahlen in der Arbeitsbühnenbranche zu verringern.“

Der Technische Leiter von IPAF, Chris Wraith, machte noch einmal klar, dass Mitglieder ihre Angaben zu Unfällen vertraulich eingeben können. Die Daten werden dann grafisch aufbereitet, sodass jedes Unternehmen sehen kann, ob es besser oder schlechter abschneidet als der Branchendurchschnitt. Er rief alle dazu auf, ihre tödlichen oder schweren Unfälle mit Arbeitsbühnen zu melden: Hersteller, Vermieter, Kunden und Bediener.

Es wird nun spannend sein zu sehen, wie viele Daten so zusammenkommen, das heißt, wie viele Unternehmen damit ernst machen. Und ob die Initiative auf andere Länder ausgedehnt wird.
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