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Neue Leichtgewichte für die Schwergewichte

15. August 2012 | Kommentare (0)

Wenn die Ladungen immer voluminöser und schwerer werden, muss das benötigte Transport-Equipment nicht nur leichter, sondern auch stabiler werden, um ein optimales Verhältnis von Eigengewicht zu Nutzlast zu erreichen. Wie das in der Praxis funktioniert, das präsentierte der bayerische Qualitätshersteller Goldhofer mit der Vorstellung seiner neuen Schwerlastmodulbaureihen THP/SL S und THP/SL L.

Dank eines neuartigen Rahmenkonzeptes wird das Eigengewicht auf unter 2,5 Tonnen pro Achse reduziert, damit sind die Goldhofer-Neuheiten nach eigenem Bekunden die leichtesten vollkombinationsfähigen Schwerlastmodulsysteme der Welt. Dank ihres hohen Biegemomentes sind die neuen Systeme laut Unternehmen extrem belastbar, so dass je nach Fahrwerkstyp, Art der Ladebrücke und Anzahl der Achslinien im Tiefbett Nutzlasten von über 200 Tonnen gefahren werden können.

Goldhofer
Das neue Schwerlastmodul vom Typ THP/SL S von Goldhofer

Entsprechend positiv war die erste Resonanz, als Goldhofer jetzt die ersten Fahrzeuge der neuen Baureihen im Rahmen einer Kundenveranstaltung in Memmingen vorstellte. „Das Feedback war großartig, denn mit den neuen Baureihen haben wir wieder einmal bewiesen, dass wir heute schon die Antworten auf die Anforderungen an die Transportlogistik von morgen haben“, sagt Stefan Fuchs, Vorstandsvorsitzender der Goldhofer Aktiengesellschaft.

Gerade im Maschinen- und Anlagentransport stehen die Spediteure vor schwierigen Aufgaben, denn durch steigende Automatisierungsgrade in der industriellen Fertigung werden in allen Branchen die Anlagenkomponenten nicht nur größer und höher, sondern auch immer schwerer. „Mit unseren neuen Modulsystemen reagieren wir auf diesen Trend und stellen sicher, dass unsere Kunden die Investitionsgüter auch in Zukunft wirtschaftlich transportieren können“, erklärt Fuchs.

Logistikunternehmen bietet Goldhofer mit der Light-Erweiterung seiner Schwerlastmodulsysteme eine noch größere Flexibilität beim Einsatz der Achslinien. Denn die neuen Achslinien der Typen THP/SL S und THP/SL L sind nicht nur mit sämtlichen Komponenten wie Schwanenhälsen, Tiefbett- und Baggerbrücken sowie den hydrostatischen Fahrantrieben kompatibel, sondern auch mit allen anderen Schwerlastmodulbaureihen von Goldhofer, die Achslasten von bis zu 45 Tonnen ermöglichen.

Goldhofer
Goldhofer-Verkaufsleiter Horst Häfele im Gespräch mit den stolzen Besitzern der neuen Schwerlastkombination, Elmar und Jochen Wild von der Max Wild GmbH aus Berkheim. (vorne von links).

Durch das niedrige Eigengewicht und die Tiefbettvariationen sind mit den neuen Baureihen mehr Autobahnfahrten und Brückenüberfahrten als mit schwereren Systemen möglich, so dass die Spediteure weniger Umwege fahren müssen und gleichzeitig höhere Nutzlasten auf einmal transportieren können. „Das spart Zeit und natürlich Geld, was sich direkt in die Kalkulation von Aufträgen niederschlägt“, erklärt Horst Häfele, Verkaufsleiter Modulsysteme bei der Goldhofer Aktiengesellschaft.

Die einzelbereifte THP/SLS-Reihe gibt es in den Reifengrößen 245 und 285, die 285er-Version bietet mit der großen Bereifung eine höhere Laufleistung und noch größere Geländegängigkeit. Die THP/SLL-Reihe verfügt über 215er-Zwillingsbereifung. So lassen sich zum Beispiel je 24 Achslinien des THP/SL L als Parallelkombination zusammenstellen, um für Nutzlasten von über 1.000 Tonnen gerüstet zu sein.
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