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Betreten kurzfristig erlaubt

24. Mai 2012 | Kommentare (0)

„Fulcrum“, das Kunstwerk des amerikanischen Bildhauers John Henry, ist der Angelpunkt der Skulpturachse Eschborn. Errichtet vor zehn Jahren, sollte die Skulptur nun restauriert werden und nach Reinigung, neuem Anstrich und Korrosionsschutz in neuem Glanz erstrahlen.

Die Stadt Eschborn beauftragte die Frankfurter Niederlassung der Firma Franz Dietrich AG Korrosionsschutz mit dieser Aufgabe. Theoretisch ein Routine-Auftrag für die Fachleute aus der Main-Stadt. Praktisch aber eine Herausforderung, denn die Plastik steht inmitten eines begrünten Kreisverkehrs, der – wie auch sein Sockel – nicht befahren werden durfte. Aufgrund der Höhe und Form des Kunstwerks benötigte die Franz Dietrich AG professionelle Unterstützung, um an der Skulptur arbeiten zu können.

Gardemann Pagliero
Mit dem Gelenkteleskop konnten die schwierigsten Stellen erreicht werden

Dirk Müller, Fachberater im Außendienst bei Gardemann, schaute sich die Situation vor Ort selbst an. „Die Skulptur hat eine ausgefallene Form, hoch, teils sehr ausladend, an manchen Stellen filigran, an anderen eher robust“, beschreibt Dirk Müller das Objekt. „Aber irgendwo muss die Bühne auch platziert werden“, stellt er fest.

Darum kam auch das Grünflächenamt der Stadt Eschborn zur Vor-Ort-Besichtigung. Sie stimmten zu, an zwei Stellen des Kreisverkehrs kurzzeitig die Grünfläche zu entfernen, damit die Plastik von diesen beiden Seiten angefahren werden kann.

Gardemann Pagliero
Teile des Grüns wurden für den Einsatz entfernt

„Ohne diese Möglichkeit wäre es wirklich schwierig geworden – auch wenn mit dieser Lösung gleich eine weitere Herausforderung aufgetreten ist: Denn nun sollte die Arbeitsbühne unmittelbar an der Plastik platziert werden“, erklärt Dirk Müller.

Für den erfahrenen Fachberater kein Problem. Zum Einsatz kam eine Raupenarbeitsbühne. „Diese Gelenkarbeitsbühne hat ein Gummiketten-Fahrwerk und ist besonders leicht. Dadurch kann die Bühne auch auf unbefestigtem und empfindlichem Grund eingesetzt werden. Darüber hinaus ist sie besonders schmal, hat sie einen Schwenkbereich von 360 Grad und eine seitliche Reichweite von etwas über zehn Metern. Mit ihrer maximalen Arbeitshöhe von 22 Metern ist sie für diesen Auftrag ideal.“

Drei Tage dauerte es, bis „Fulcrum“ neu geschützt im alten Glanz erstrahlte. Der Auftrag verlief für alle Seiten planmäßig. Schon wenige Tage später wurde der Eschborner Kreisverkehr wieder neu bepflanzt - der Einsatz hatte keine bleibenden Spuren hinterlassen.
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