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Schweizer Tagung für Arbeitssicherheit

25. Oktober 2011 | Kommentare (2)

Was kann eine Firma unternehmen, um solch fatale Unfälle zu vermeiden? Diese Frage wurde auf der Schweizerischen Tagung für Arbeitssicherheit STAS erörtert, die von der Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitssicherheit (EKAS) in Luzern durchgeführt und von mehr als 300 Teilnehmern besucht wurde. Dabei lancierte die Suva zudem die Präventionskampagne „Sichere Instandhaltung“.

„Mann von Arbeitsbühne erdrückt“ – solche und ähnliche traurige Schlagzeilen schrecken immer wieder auf. Sie zeigen, dass die Gefahren bei Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten oft unterschätzt werden. Dies kostet in der Schweiz jedes Jahr mehr als zehn Menschen ihr Leben. Die Hälfte der tödlichen Unfälle ereignet sich im Rahmen von Unterhaltsarbeiten an Maschinen und Anlagen.

Doch was kann ich als Unternehmen tun, um Leben zu bewahren? Inwiefern ist Instandhaltung mehr als ein reiner Kostenfaktor? Und weshalb kann eine effiziente Instandhaltung Teil des Unternehmenserfolgs sein? Diese und andere Fragen standen dieser Tage auf der Schweizerischen Tagung für Arbeitssicherheit in Luzern im Vordergrund.

Acht Referenten beleuchteten das Tagungsthema Instandhaltung – Bestandteil des erfolgreichen Risikomanagements aus philosophischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und ethischen Blickwinkeln. Größtes Anliegen aller: Die Minimierung der Zahl von Unfalltoten.

Benedikt Weibel
Benedikt Weibel

Differenziert betrachtete Benedikt Weibel, langjähriger CEO der SBB, die Thematik. Er zeigte den anwesenden Führungskräften und Sicherheitsfachleuten klar auf, dass Instandhaltung unter Berücksichtigung der geltenden Arbeitssicherheitsregeln keineswegs ein Ding der Unmöglichkeit und schon gar kein Widerspruch ist.

Den direkten Praxisbezug brachte Joachim Zappe, CEO der Stihl Kettenwerk GmbH, ein. Er erläuterte, wie die Instandhaltung in seinem Unternehmen geregelt ist und wie sie dank einer minutiösen Planung und der strikten Anwendung zu einem zentralen Element des Unternehmenserfolges geworden ist.

Eine sichere Instandhaltung ist nur möglich, wenn die grundlegendsten Sicherheitsregeln konsequent eingehalten werden. Diesen Aspekt hob Robert Odermatt, Leiter der Abteilung Arbeitssicherheit der Suva, hervor.

Im Rahmen der Tagung lancierte die Suva deshalb die Präventionskampagne Sichere Instandhaltung». Zentrales Element dabei sind die Acht lebenswichtigen Regeln, die die Suva gemeinsam mit den betroffenen Branchen erarbeitet hat.

Was ist die EKAS?
Die Eidgenössische Koordinationskommission für Arbeitssicherheit EKAS fungiert im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz als Drehscheibe: Sie sorgt für die einheitliche Anwendung der Sicherheitsvorschriften in den Betrieben, die koordinierte Verteilung finanzieller Mittel und für eine partnerschaftliche, effiziente Zusammenarbeit von kantonalen Arbeitsinspektoraten, SECO, Suva und Fachorganisationen.

Hintergrund
In der Schweiz ereignen sich etwa hundert tödliche Berufsunfälle pro Jahr. Die Suva und die anderen Durchführungsorgane der Arbeitssicherheit haben sich zum Ziel gesetzt, diese Zahl zu halbieren und so 250 Menschenleben zu retten. Mit einer dualen Strategie – einerseits Vollzugsdruck und Systemmaßnahmen, anderseits Beeinflussung des Risikoverhaltens und Sensibilisierung aufgrund der Unfallursachenabklärung – will die Suva mit einem ganzen Bündel von Initiativen dieses anspruchsvolle Ziel erreichen.
Terex

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Vertikal.Net Redaktion
26. Oktober 2011 13:57

@Martin:
Stimmt, das Ganze ist missverständlich. Ursprünglich heißt es seitens der Suva, dass die neue Präventionskampagne Teil des Programms Vision 250 Leben ist. Ziel ist es, innerhalb von zehn Jahren 250 Menschenleben zu bewahren und ebenso viele schwere Invaliditätsfälle, so die Suva.

del
26. Oktober 2011 09:46

Zum "Hintergrund": 100 / 2 = 50. Nicht 250. Obwohl natürlich nichts dagegen spricht, noch mehr Leben zu retten... ;)

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