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Von Thüringen in die Wüste

12. September 2011 | Kommentare (0)

Anfang des Jahres machte sich eine Geda-Fassadenbefahranlage vom Typ GEDA-FBA FSO-3-S von Thüringen aus auf die Reise in das knapp 4.000 Kilometer entfernte Emirat Kuwait. Die Fassadenbefahranlage wurde in Gera, wo sich eine Niederlassung des bayerischen Maschinenbauunternehmens Geda-Dechentreiter befindet, entwickelt und produziert.

Im wachsenden Geschäftsviertel Sharq-City von Kuwait-City entstehen momentan zwei architektonisch beeindruckende Hochhäuser. Die beiden Gebäude sind nach dem Nationaltag und dem unmittelbar folgendem Befreiungstag Kuwaits benannt: 25 / 26 February Towers. Mit 37 beziehungsweise 32 Stockwerken werden die beiden Türme künftig die Skyline von Kuwait-City prägen.

Schon während der Bauphase wurde die 26 Tonnen schwere Befahranlage durch einen Kran auf dem Dach des 160 Meter hohen Gebäudes aufgesetzt. Die Maschine ist fest mit dem Bauwerk verbunden und wird bereits am Ende der Bauphase zur Fertigstellung der Fassade eingesetzt.

Nach Beendigung der Bauarbeiten steht die Anlage zur Fassadenreinigung und
für Reparatur- und Wartungsarbeiten zur Verfügung. Im Personenaufnahmemittel können zwei Personen und benötigtes Material mit einem Gesamtgewicht von bis zu 240 Kilogramm transportiert werden.

Die Entwicklungsabteilung von Geda war bei der Projektplanung mit einer besonderen Herausforderung konfrontiert: Vorgabe der Investoren war, dass trotz der außergewöhnlichen Gebäude- und Dachstruktur gewährleistet sein muss, dass alle Bereiche des Bauwerks mittels des teleskopierbaren und wippbaren Auslegers erreicht werden können.

Geda
Von Thüringen in die Wüste: Geda-Technik im Einsatz in Kuweit

Die Anlage fährt auf Schienen, die auf dem Dach des Gebäudes angebracht sind. Damit die Anlage zum Arbeitsbeginn ihre Parkposition verlassen kann, wird sie durch ein Stativ um zwei Meter vertikal austeleskopiert. Hier kommt ein Zahnstangen-Ritzel-Antrieb zum Einsatz. Die maximale
Auslegerlänge beträgt 15 Meter: Der acht Meter lange Arm kann ebenfalls mit einem Zahnstangen-Ritzel-Antrieb um weitere sieben Meter teleskopiert werden.

Durch die Schräge des Glasdachs ist ein Wippen des Auslegers um 27° notwendig. Dies wird durch einen Spindelantrieb ermöglicht. Der Clou ist, dass die Anlage in Parkposition quasi „unsichtbar“ ist und so das
architektonische Gesamtbild in keinster Weise beeinträchtigt.
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