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Die Mischung macht’s

11. Juni 2010 | Kommentare (0)

Im Hamburger Hafen entsteht derzeit ein neuer Stadtteil, unter anderem der Wohnturm Kristall mit bis zu 75 Metern Höhe. Für die Fassadenmontage musste denn auch der Höhenzugang gewährleistet werden.

Hierfür wurde die Firma Friedrich Buck mit der Erstellung eines Konzepts und letztendlich mit der Ausführung der Arbeiten betraut. Das Unternehmen setzte den Auftrag mit einer Kombination aus Hängegerüsten, Standgerüsten und mastgeführten Kletterbühnen um.

Bei der Fassade handelt es sich zum einen um eine Elementfassade und zum anderen um eine Pfosten- und Riegelkonstruktion. Hierfür wurden von Seiten des Fassadenbauers unterschiedliche Montagekonzepte ausgearbeitet.

Zum einen wurde für die Elementfassaden eine Monorailanlage installiert, mit deren Hilfe die geschosshohen Elemente nach oben gezogen und dann von den jeweiligen Geschossen aus montiert wurden. Zum anderen wurde, mit Einsatz von mastgeführten Kletterbühnen, die komplette Vorderfassade und Teilbereiche der Rückfassade als Pfosten- und Riegelkonstruktion ausgeführt.



Für den Bau des Wohnturm Kristall kamen mehrere Scanclimber-Mastkletterbühnen der Firma Buck zum Einsatz

An der Vorderfassade wurden beispielsweise mastgeführte Kletterbühnen vom Typ Scanclimber SC 4000 montiert, diese als Ein- und Doppelmastversionen mit einer Höhe von rund 55 Meter. Das Besondere hierbei war, dass alle Aufstellebenen unterschiedlich waren und die Bühnen für den Montageablauf optimiert werden mussten.

Dies bedeutete in der Praxis, dass zum Beispiel eine Bühne in einem Aufzugsschacht aufgestellt werden musste. Zu diesem Zweck musste zunächst eine Lastverteilung mit Stahlträgern vorgenommen werden, um die Vertikallasten der Bühnen abzuleiten. Ebenso wurde in einem anderen Bereich auch eine Stahlträgerkonstruktion gestellt, da Teile der Aufstellfläche auf unterschiedlichem Höhenniveau waren.



Ein- und Doppelmastversionen wurden verwendet

Um einen Transport der Fassadenelemente von einer Bühne zur anderen mit einem Höhenunterschied von rund drei Metern zu bewältigen, wurde die eine Bühne mit einer Be- und Endladeklappe und die andere Bühne mit einem Tor ausgestattet. Somit konnte das Material von der Nullebene auf ein Höhenniveau von plus drei Metern transportiert und dann, mithilfe der Be- und Endladeklappe, der Übertritt und Quertransport der Elemente vorgenommen werden.

Im Bereich des Aufzugschachtes gab es hinsichtlich der Bühnenanpassung besondere Anforderungen. Da das Gebäude verwinkelt war, mussten unter 45-Grad-Winkel-Anpassungen an der Bühnenkonstruktion vorgenommen sowie zu 1,50 Meter rückspringende Konsolen ausgeführt werden.



Anpassungen an vielen Stellen waren von Nöten

Zur Rundumbetreuung gehörten natürlich auch Herausforderungen wie die Lastableitung an allen Aufstellflächen oder besondere Anordnungen der Verankerungsplatzierung, welche hier erforderlich beziehungsweise zweckmäßig waren.
IPAF

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