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05.11.2015

Rote Zahlen und miese Aussichten

Die maue Nachfrage sorgt für Sorgenfalten bei den Deutz-Vorständen: Nach den durchwachsenen Zahlen im August folgen nun weitaus schlechtere im November. Fast durchweg zweistellige Rückgänge, sodass man von Einbruch sprechen muss. Reihenweise Einbrüche.

Im 3. Quartal 2015 bricht der Absatz des Kölner Motorenherstellers um knapp 30 Prozent ein, wenn man das 2. Quartal als Vergleichsbasis nimmt. Mit lediglich 29.116 verkauften Motoren hat Deutz seinen Absatz gegenüber dem 3. Quartal 2014 fast halbiert: -48 Prozent. Der Bestelleingang beläuft sich auf 262,2 Millionen Euro, das sind -20,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum.

Der Umsatz knickt im Jahresvergleich um 36,7 Prozent auf 268,6 Millionen Euro ein und liegt damit immer noch fast 24 Prozent unter dem Wert des zweiten Quartals 2015. Operativ haben die Kölner im 3. Quartal einen Verlust von 9,7 Millionen Euro (EBIT) eingefahren nach einem Gewinn 2,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

In den ersten neun Monaten des Jahres liegt der Auftragseingang mit 932,9 Millionen Euro um 13,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Absatz ist von 155.099 Motoren im Vorjahr um 30,9 Prozent auf 107.236 Motoren zusammengeschmurgelt. Auch der Umsatz schwächelt und schrumpft um über 20 Prozent auf 938,8 Millionen Euro. Das liege zum einen am guten Geschäft des Vorjahres (Stichwort: Vorbaumotoreneffekte wegen neuer Emissionsstufen), zum anderen hakt die Nachfrage, die Märkte schwächeln.

Düstere Aussichten also, wie Finanzvorstand Dr. Margarete Haase bestätigt: „Wir rechnen damit, dass die Marktschwäche auch im 4. Quartal 2015 anhält und deutlich in das 1. Quartal 2016 ausstrahlt. Wir reagieren darauf mit einem Ausgabenstopp und ausgeweiteter Kurzarbeit, vor allem am Standort Köln.“ Folgerichtig senkt Deutz die – erst vor wenigen Wochen kassierte – Prognose fürs Gesamtjahr erneut und rechnet nun mit einem 20-prozentigen Umsatzrückgang und einem „in etwa ausgeglichenes operatives Ergebnis (EBIT).“ Soll heißen: Wenn es gut läuft, rutscht Deutz zum Jahresende nicht in die Miesen.

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