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12.03.2015

Plus zwei Prozent

Die Bauwirtschaft rechnet mit einem Umsatzplus von zwei Prozent in diesem Jahr auf insgesamt 221 Milliarden Euro. Karl-Heinz Schneider, der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB), sagte anlässlich der Frühjahrspressekonferenz am Donnerstag in München: „2014 haben wir ein Umsatzplus von 3 Prozent und damit einen Umsatz von 217 Milliarden Euro über alle Bereiche unserer Vereinigung hinweg erwirtschaftet. Damit lag die Bruttowertschöpfung des Baugewerbes mit plus 2,7 Prozent deutlich über dem Durchschnitt der gesamten Volkswirtschaft mit plus 1,4 Prozent.“

Zum Jahresende rechnet das Bauhauptgewerbe in der BVB insgesamt mit einem Umsatzzuwachs von vier Prozent gegenüber 2013, was einem Umsatz von 80,5 Milliarden Euro entspricht. Die positive Entwicklung sei zum wiederholten Male vom Wohnungsbau ausgegangen, wo der Umsatz mit sechs Prozent im Plus lag. Für den Ausbaubereich insgesamt geht die Bundesvereinigung Bauwirtschaft von einem Umsatz von 78,5 Milliarden Euro, was einer Steigerung von zwei Prozent gegenüber 2013 gleichkommt. Und auch der Bereich Gebäudetechnik erwartet eine Umsatzsteigerung von zwei Prozent auf 58 Milliarden Euro. Trotz dieser erkennbaren Umsatzsteigerung habe es keine adäquate Entwicklung der Erträge gegeben, so der Verband.

Für 2015 verlangsamt sich die Umsatzentwicklung: Wir erwarten für die rund 300.000 Mitgliedsbetriebe der Bundesvereinigung Bauwirtschaft mit ihren rund 2,5 Mio. Beschäftigten nur noch ein Plus von zwei Prozent. Damit steigt der Umsatz auf 221 Milliarden Euro,“ so die Prognose des BVB-Vorsitzenden.

Für die einzelnen Bereiche der Bundesvereinigung Bauwirtschaft bedeutet das konkret: Am optimistischsten ist dabei die Sparte Gebäudetechnik mit einem Plus von drei Prozent. Dies bedeutet eine Umsatzsteigerung um ca. zwei Milliarden auf fast 60 Milliarden Euro.

Insgesamt wird die für die Mitgliedsunternehmen der BVB wichtigste Bausparte – der Wohnungsbau – weiter für Impulse sorgen. Das betrifft insbesondere das Bauhauptgewerbe. Bauhauptgewerbe und Ausbau erwarten jeweils eine Umsatzsteigerung um zwei Prozent, das bedeutet für das Bauhauptgewerbe eine Steigerung auf ca. 82 Milliarden Euro und für den Ausbaubereich auf ca. 80 Milliarden Euro. Die Umsatzentwicklung im Wohnungsbau wird insgesamt ein hohes Niveau halten; auch weil in den letzten Jahren weiterhin mehr Wohnungen genehmigt als gebaut wurden.

„Insgesamt werden die Unternehmen ihren Personalstand halten und nur geringfügig ausbauen. Wir rechnen mit einem Plus von 0,2 Prozent und gehen im Jahresdurchschnitt von 2,49 Millionen Beschäftigten in unseren Betrieben aus,“ sagte Schneider.

Er sagte abschließend: „Wir sind verhalten optimistisch, was die weitere Entwicklung angeht, denn der Wohnungsbau wird weiterhin die Konjunktur stützen; wir haben immer noch eine Lücke von rund 400.000 Wohnungen, die nicht gebaut worden sind. Auch die Energiewende erfordert wesentlich höhere Investitionen als bisher und nicht zuletzt wird die öffentliche Hand irgendwann wieder mehr in ihre Infrastruktur investieren.“

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