Armbruster in Wechselstimmung
12. Juli 2010 | Kommentare (0)
„Das neue Fahrzeug bietet uns ein bis dahin nicht gekanntes Einsatzspektrum“, erklärt Bernd Armbruster und ergänzt: „Damit können wir Kran- und Transportleistungen mit nur einem Fahrzeug anbieten. Da als LKW zugelassen, benötigen wir außerdem keine gesonderte Zufahrtgenehmigung für Innenstädte, wie das für Autokrane der Fall ist.“

Und er fährt fort: „Viele Ideen für das Kranfahrzeug kommen aus unserem Hause. Es war gar nicht so leicht, einen geeigneten Fahrzeugbauer zu finden, der das umsetzen konnte. Aber zusammen mit Fassi, die auch die Berechnungen und Zeichnungen für das Fahrzeug erstellten, fanden wir mit Strehlow Fahrzeugbau einen kompetenten Partner.“
Je nach Bedarf ist der 4-Achser ein Kranfahrzeug mit Sattelkupplung oder Pritschenaufbau. Er kann aber auch als reine Sattelzugmaschine beziehungsweise Pritschenfahrzeug eingesetzt werden. Der Clou: Die Pritsche lässt sich pneumatisch verlängern, also teleskopieren, und reicht dann über die volle Chassislänge hinter dem Fahrerhaus. Durch Schnellkupplungen und hydraulische Verriegelungen lässt sich der LKW ohne Fremdhilfe für jeden Einsatz schnell umrüsten, beispielsweise auch für den Transport und die Aufstellung von Fertiggaragen.

Mit der gelenkten Nachlaufachse hat das Fahrzeug die Wendigkeit eines 3-Achsers, so der Kranhersteller. Außerdem ist sie liftbar, was bei Leerfahrten den Reifenverschleiß und den Kraftstoffverbrauch mindern hilft. Durch die Sechsfach-Abstützung besteht keine Einschränkung bei Kranarbeiten über dem Fahrerhaus. Trotz Jib ist der Fassi-Kran komplett und quer zur Fahrtrichtung zusammenlegbar. Er schränkt damit den Laderaum auf der Pritsche nicht ein.
Aktuell lässt die in Pliezhausen, südlich von Stuttgart, ansässige Firma Armbruster bereits ein zweites Fahrzeug nach diesem Konzept aufbauen. Bundesweite Aufträge nach nur wenigen Wochen des Einsatzes gaben hierfür den Ausschlag.





